Rezension – Portrait Retusche Tricks von Scott Kelby

Tja, was soll ich Euch sagen, ich habe mich mal wieder fortgebildet und ein Buch gelesen. Diesmal ging nicht direkt um Fotografie, sondern Bildbearbeitung und wer wenn nicht Scott Kelby ist da immer eine gute Wahl ?
 
Der aktuelle Titel Scott Kelbys Portrait – Retusche – Tricks, erschienen im Addison Wesley Verlag ist ein typischer Scott Kelby, mit lockeren Schreibstil und an jeder Ecke mit einer Portion Humor verfeinert schafft es der Autor auch ein Fachbuch alles andere als trocken zu gestalten.
 
Doch nun genug Schwärmerei vorab, Scott Kelby beginnt sein Buch mit der Einleitung Sieben Dinge, die Sie liebend gern vorher gewusst hätten und verdeutlicht in dieser mit klaren und klärenden Worten für wen dieses Buch gedacht ist – für Fotografen !
Er betont gleich vorweg, dass seine Methoden ein Portrait zu retuschieren darauf ausgelegt sind möglichst schnell, effizient und einfach ein natürliches Ergebniss zu erreichen, und nicht das perfekte Bild, wie es für professionelle Bildbearbeiter das Ziel ist.
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Bevor es aber losgeht, Falten und Flecke bei Erhaltung der natürlichen Strukuur zu retuschieren, gibt es noch zwei interessante Punkte, zum Einen referiert Scott Kelby über die Frage Wieso überhaupt Retusche ? und und zum Anderen zeigt er Schnelle Tips, die die Arbeit mit Photoshop erleichtern.
Übrigens, mit dem letzten Punkt seiner Tips schneidet Scott Kelby einen Punkt an, den ich persönlich immer sehr wichtig finde. Es geht um die Frage Wie lange sollten Sie ein Bild retuschieren ? und gibt als Fazit die Antwort :

Sie müssen realtistische Entscheidungen treffen, wie viel Zeit Sie mit der Retusche zubringen.

Genau das ist es worum es auch in der Fotografie und mindest ebenso der Bildbearbeitung geht, eine eigene realistische Entscheidung zu treffen und nicht immer stur nach Prinzip F zu verfahren.
 
Zum Aufbau, das Buch ist in 6 Kapitel rund um die Retusche von Portraits aufgeteilt, gefolgt von Kapitel 7, wo Scott Kelby 3 vollständige Retuschen von Anfang bis Ende zeigt.
Das erste Kapitel dreht sich um den Blickfang eines jeden Portraits, die Augen. Es werden unzählige Methoden gezeigt und auch wenn ich die Eine oder Andere Methode bereits kannte ist es erstaunlich wie viel man alleine an den Augen machen kann.
Das nächste Kapitel handelt von der Hautretusche und den Wegen eine natürliche Haut mit Strukuktur zu erhalten. Im folgendem Kapitel 3 dreht sich alles um die Gesichtsform und dessen Korrektur äh Optimierung. Dieser Schritt der Retusche ist seit kurzem fester Bestandteil meiner Retuschen und es zeigt sich immer wieder, welche Verbesserung noch so kleine Änderungen bewirken können.
Kapitel 4 & 5 führen den Leser zu Haare, Lippen & Mund und zeigen vielfältige Arten wilde Haare zu korrigieren, oder noch sinnlichere Lippen zu erhalten. Im letzen Kapitel schreibt Scott Kelby über das Abspecken und zeigt wie schnell ein Dopelkinn verschwindet oder man auch bei Gruppenfotos einzelne Personen zum Vorteil verschlankt.
 
Das wirklich letzte Kapitel sind die eingangst genannten vollständigen Retuschen, hier sieht man nochmal komprimiert, welche Methode wo eingesetzt wurde und hilft anschaulich eigene Entscheidungen bei seinen eigenen Bildern zu treffen.
 
Mein Fazit ? Absolut empfehlenswert ! Nein, nicht weil ich ein Fan von Scott Kelby bin, sondern weil dieses Buch schnell und anschaulich zeigt, was möglich ist und wie es funktioniert. Dabei ist es keine schwere Kost und dient auch nach dem Durcharbeiten als ideales Nachschlagewerk, wenn es um eine bestimmte Retusche geht, die man nicht jeden Tag macht.

In Heiligenhafen an der Ostsee, Fashion und Dessous – Die Bilder


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Wie fange ich diesen Blogbeitrag bloß an ? Nachdem ich in den letzten Wochen die eine oder andere Rezension geschrieben habe, schaffe ich es einfach nicht für diesen Blogbeitrag die Kurve zu bekommen und einen vernünftigen Anfang zu finden.
Naja, da müsst Ihr jetzt durch, nächste Woche gibt es wieder eine Rezension mit vernünftigem Anfang 🙂
 
Zum Thema – Wer mir auf Facebook, Twitter oder auch hier im Blog folgt, hat bereits gelesen, dass ich im Herbst letzten Jahres auf ein Shooting Wochenende nach Heiligenhafen gefahren bin. Zusammen mit Daniel & Gexxy hatten wir uns vorgenommen, die dort folgenden 4 Tage zu nutzen um uns fotografisch auszutoben und wieder mal Neues zu versuchen – egal ob Outdoor am Strand oder in unserem Appartment, welches wir hierzu kurzerhand in ein provisorisches Studio umgebaut hatten.
Mein persönliches Highlight an diesen Tagen in Heiligenhafen waren die beiden Dessous Shootings im Schlafzimmer, nicht, dass mir direkt an der Ostseeküste nichts anderes einfiel, aber ein Dessous Shooting in einem Hotelzimmer war schon immer ganz weit oben auf meiner Liste und war daher fester Plan an diesen Tagen.
 
Zum Lichtsetup, hier war die Idee den Raum mit Licht möglichst zu fluten um so einen sanften Bildlook zu erreichen, unterstützt von Creme farbenden Wänden und einem ‚falschen‘ Weißabgleich.


Insgesammt haben wir hier mit 2 Blitze gearbeitet, die wir mittels Funk ausgelöst haben. Das Hauptlicht, rechts vom Fotografen, ging durch einen Durchlichtschirm direkt an die Decke und Wand, so dass Janin Christin möglichst weich von oben herab beleuchtet wurde.
Zusätzlich kam ein weiterer Blitz hinten links im Raum zum Einsatz, dieser war ohne Lichtformer in die Ecke des Schlafzimmers gerichtet um damit gleich 2 Zwecke zu erfüllen, zunächst sollte Janin Christin durch ein etwas helleres Streiflicht vom Hintergrund separiert werden und darüber hinaus erzeugt der Helligkeitsverlauf von Vorne nach Hinten zusätzlich Räumlichkeit im Bild.
 
Nachdem also alles eingemessen war, wir fotografierten mit offener Blende von 2,8 bis 1,8, sind dann folgende Aufnahmen entstanden :
 
Dessous Shooting in Heiligenhafen
 
Dessous Shooting in Heiligenhafen
 
Dessous Shooting in Heiligenhafen
 
dessous-shooting-heiligenhafen

Rezension – 52 Fotografische Projekte

Wir schreiben das Jahr 2012, weit draussen zwischen Pferden, Weiden und der Dorfbäckerei sitzt ein junger charmanter Kerl in einem unentdecktem Ort namens Gevelsberg und schreibt heute eine weitere Rezension zu einem Buch, gefüllt mit Kreativität und guten Ideen. So wollte ich schon immer mal einen Blogbeitrag beginnen 🙂
 
Bei meiner heutigen Rezension geht es um ein etwas anderes Buch, kein reines Fachbuch im herkömmlichen Sinne, dass einem erklärt wieso das Objektiv nach vorne zeigen oder der Kamera Akku nie bei Vollmond geladen werden sollte.
Es geht um Kreativität und den Anstoss die eigene zu beflügeln.
52 Fotografische Projekte von Kevin Meredith, erschienen im mitp Verlag, ist eine Sammlung von 21 Fotografen mit verschiedensten Ideen, dazu passenden Beispielfotos und kurzen Textpassagen worauf bei der jeweiligen Idee zu achten ist oder wie man dieses gelungen umsetzen kann.
 
Auf die Frage für wen dieses Buch interessant ist, würde ich spontan Für jeden! Antworten, denn es geht hier nicht um fotografisches Wissen sondern um Ideen, und diese umzusetzen.
Im Laufe der über 280 Seiten wird der Leser von einer Idee zur nächsten begleitet und erhält in den begleitenden Texten ganz nebenbei immer wieder gute Ratschläge wie er es schafft, dem fotografischen Alltag zu entfliehen und kreativ zu werden.
Manchmal ist das gar nicht so schwer, wie der Autor Kevin Meredith beim Thema Silhouetten sehr einfach und schön zeigt und genau das macht dieses Buch aus, es ist einfach anders und dabei keine schwere Kost.
 
Als persönliches Fazit, 52 Fotografische Projekte ist ein Buch, dass ich immer wieder gerne an einem Abend oder Nachmittag durchblättere wenn es darum geht endlich mal wieder was anderes zu machen, etwas Neues zu probieren.
 
Aus diesem Grund auch ganz klar meine Empfehlung für 52 Fotografische Projekte von Kevin Meredith