Wieso Focus then recompose (FTR) eigentlich Mist ist

Diesmal möchte ich ein technisches Thema ansprechen – dem Focus then recompose auch FTR genannt.

Nein so ernst ist es natürlich nicht gemeint, Focus then Recompose ist kein völliger Mist, aber auch nicht die Lösung aller Kompositionsprobleme, und das würde ich ganz gerne hiermit aufgreifen.
Bei meiner D200 habe ich ja bereits eine gute Auswahl an AF Punkten, dennoch komme ich von Zeit zu Zeit in die Versuchung oder auch den Bedarf, den Bildausschnitt nach der Fokussierung ’neu‘ zu komponieren.
Im Grunde funktioniert dies tadellos, doch meine ich in letzter Zeit bei dieser Methode oft etwas an Schärfe zu verlieren, kann durchaus sein, dass ich mitlerweile mehr auf die Schärfe achten, aber das soll hier mal links liegen bleiben.
Hier konnten mich auch Chris & Boris von Happyshooting in Ihrer Folge 171 nicht wirklich überzeugen und ich fing an mir diese Methode von der technischen Seite genauer anzuschauen.
Auf der WebSite von Michael Hohner fand ich einen sehr interessanten Artikel zu dem Thema, im Grunde bestätigt er, was ich bei mir bereits beobachten konnte.

Zusammengefasst verändert sich beim Recompose die Fokusebene zum eigentlich fikussiertem Objekt und hierdurch entsteht ein Backfokus, das Ausmaß dieses Backfokus hängt davon ab, wie weit man die Kamera nun schwenkt, also die Ausprägung des Recompose.
Schaut man nun auf die Kombination aus Motiv und Objektiv, stellt es so dar, dass man in der Regel bei z.B. Landschaftsaufnahmen mittels eines Weitwinkelobjektivs natürlich mehr als mit einem Telezoom schwenkt, wodurch der hier erzeugte Backfokus deutlicher ausfällt.
Die vollständige Erklärung inkl. Formel und Bilder zur Veranschaulichung findet Ihr hier im Artikel von Michael Hohner.

Fazit für mich ? Die AF Punkte meiner Kamera werden ab sofort intensiver genutzt, speziell wenn es mir auf Schärfe ankommt.

You may also like

2 comments

  • Daniel Januar 30, 2010  

    Klar, wenn ich die Kamera nach dem Focussieren schwenke, verändert sich meine Schärfeebene.
    Meines erachtens kann man diesem Effekt etwas entgegenwirken, indem man eine kleinere Blende nimmt (mehr Schärfentiefe).
    Leider hat die D200 „nur“ 11 AF Punkte und so wie es Murphy will, nie den Punkt da, wo man ihn braucht ;-/
    Ich gehe immer den Kompromiss ein, wählere einen größeren Bildausschnitt bis ich meinen AF Punkt da habe, wo er sein muss und beschneide dann am PC.

    PS: Hasselblad hat jetzt eine Technik entwickelt, die genau diesem Kameraschwenken den gar aus macht und den Focus automatisch per Schwenkerfassung nachführt 😉 – Siehe http://www.hasselblad.de/news-/hasselblad-launches-h4d-camera-system.aspx

  • zoomyboy Februar 5, 2010  

    Speziell in meiner Makrofotografie, kann ich davon ausgehen das zu 80% der Fokuspunkt nie dort ist wo ich in brauche.
    Hier ist einfach Liveview das NonPluUltra, obwohl, es macht mir nicht wirklich Spass auf das Sonnenempfindliche-Verspiegelte Display zu sehen.
    Liveview im Sucher, das währe meine Lösung.

Leave a comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.