EBV – Ein Thema für sich

Die digitale Bildbearbeitung bzw. Manipulation gehört mitlerweile zur Fotografie wie die Tasse zum Kaffee, oder etwa nicht ?

Zum Hintergrund, es ist nun 1 Woche her, dass ich meinen ersten Auftritt als Hochzeitsfotograf hatte und bin seither dabei meine rund 610 geschossenen Fotos zu sichten, sortieren, bewerten und nachzubearbeiten.
Bei dieser Arbeit werde ich immer wieder damit konfrontriert, was ich eigentlich nie machen wollte, nämlich der intensiven Nachbearbeitung und speziell der Manipulation von Fotos.
Bisher war mein Standpunkt, lieber von Anfang an ‚gute‘ Bilder zu machen und abschließend nur ein Wenig den Kontrast und die Farben zu korrigieren als später X Stunden in die digitale Manipulation von Fotos zu investieren.
Heute muss ich dazu sagen, dass einem speziell bei der Eventfotografie, in meinem Fall die Hochzeit, nicht immer die Wahl bleibt, sondern einfach notwendig ist.
Sei es, weil dem Pfarrer in der Kirche plötzlich eine Kerze aus dem Kopf wächst, oder von der Seite ein Ellbogen ins Bild kommt.

Basierend auf dieser Erfahrung musste ich meinen Workflow und auch meine Einstellung vor etwa 3 Tagen ein wenig anpassen.

Bisher verlief mein Workflow wie folgt :

  • Als ersten Schritt kopiere ich meine .NEF Dateien von den Speicherkarten auf mein RAID System (RAID 1) in ein passendes Verzeichnis.
  • Die erste Sichtung, Sortierung und Bewertung erfolgt dann mittels View NX. Hierzu habe ich mir 3 Labels definiert, 1 = Ausgewählt / 2 = Unsicher / 3 = Abgewählt.
  • Ausgewählte Fotos werden abschließend mit Capture NX 2 bearbeitet und eine Kopie wird im JPEG – Format gespeichert.

Die JPEG Bilder werden dann je nach Nutzung via JPGCompressor mit einem Rahmen versehen und anschließend zum Verteilen an Freunde und Bekannte bzw. zum Upload in den Blog oder andere Fotoplatformen genutzt.

Heute befindet sich in meinem Workflow noch ein weiterer Schritt – die Manipulation, sofern notwendig.
Dieser Schritt erfolgt mittels Photoshop, wobei ich zunächst auf Photoshop Elements setze bis ich einen genauen Überblick über das Ausmaß habe. Nach heutigem Stand kann ich meine Manipulationen, wie z.B. das Retuschieren von Ellbögen oder wild wachsenden Kerzen damit gut erledigen.

Grundsätzlich bleibt es für mich aber dabei, Fotos nur soweit zu bearbeiten bzw. manipulieren wie es für das Foto selbst und der gewünschten Aussage wirklich notwendig ist. An dieser Stelle möchte für mich ich eine Grenze ziehen zwischen der fotografierenden Kunst und der ‚Photoshop – Kunst‘, auch wenn die Grenzen manchmal verschwommen sind.

Was mich interessieren würde, wie haltet Ihr es mit der nachträglichen Bearbeitung ?
Nur Kontraste, Farben, usw. oder umfangreiche Anpassungen inklusive Manipulationen ?

Eure Meinung dazu bitte per Mail an info@alexander-spanke.de oder einfach in die Kommentare.

Am Ende noch eine kurze Information, leider habe ich vom Brautpaar keine Freigabe für die Veröffentlichung der Fotos bekommen, daher werde ich hier keine Hochzeitsbilder zeigen können. Auch wenn ich dies sehr schade finde, ist es natürlich vollkommen OK und wird selbstverständlich respektiert.

NACHTRAG : Der Tag nach der Hochzeit

Ein Erfahrung wollte ich noch als Nachtrag los werden, und zwar bezüglich der ausgearbeiteten Fotoliste.
Wir ich bereits geschrieben hatte, wurde im Vorfeld eine Fotoliste, siehe unten, festgelegt.

Location : Kirche

    Foto der Kirche (außen)
    Foto der Kirche (innen)
    Foto von Kirchenausstattung
    Foto der Kirchendekoration
    Foto Brautpaar beim Einlaufen
    Foto Brautpaar bei der Trauung
    Foto Brautpaar beim Verlassen der Kirche
    Foto Brautpaar an der Kirche
    Foto Braut allein an der Kirche
    Foto Bräutigam allein an der Kirche
    Foto Brautpaar mit Sohn
    Foto Braut mit Sohn
    Foto Bräutigam mit Sohn
    Sohn alleine
    Foto Brautpaar mit Eltern und Geschwistern
    Foto Braut mit Eltern und Geschwistern
    Foto Bräutigam mit Eltern und Geschwistern
    Foto Brautpaar mit Trauzeugen
    Foto Braut mit Trauzeugen
    Foto Bräutigam mit Trauzeugen
    Foto komplette Gesellschaft vor der Kirche
    Foto Beglückwünschung des Brautpaares

Location : Festsaal & Umgebung

    Foto Brautauto
    Foto Ringe
    Foto Buffet
    Foto Brautpaar
    Foto Braut allein
    Foto Bräutigam allein
    Foto Brautpaar
    Foto Brautpaar mit Eltern
    Foto Bräutigam mit Freunden
    Foto Braut mit Trauzeugen
    Foto Bräutigam mit Trauzeugen
    Foto Brautpaar mit Trauzeugen
    Foto Braut mit Trauzeugen
    Foto Bräutigam mit Trauzeugen
    Foto Trauzeugen alleine
    Foto Brautpaar mit Sohn
    Foto Braut mit Sohn
    Foto Bräutigam mit Sohn
    Sohn alleine
    Foto komplette Gesellschaft im Garten
    Foto Eheringe liegend
    Foto Eheringe an den Händen
    Foto Hochzeitstorte
    Foto Anschnitt der Hochzeitstorte
    Foto Brautpaar mit seinen Kollegen
    Foto der Tischdekoration
    Foto vom Partyraum
    Porträts der Gäste

Hier gab es ja auch bereits von Euch das Feedback, dass eine solche Liste unpraktisch sei und die Abarbeitung unrealistisch. In diesem Punkt gebe ich Euch ebenfalls zu 100% recht, die Fotoliste war für die Vorbereitung ein sehr guter Leitfaden aber am Tag selbst gab es keine Möglichkeit die Liste als Checkliste abzuarbeiten, es fehlte schlicht und einfach die Zeit.
Hier gilt es also einfach nur Erfahrung zu sammeln und die typischen Bilder bereits im Kopf zu haben, dann kann auch schnell improvisiert werden.

Der Tag nach der Hochzeit

Es ist geschafft, die Hochzeit liegt hinter mir und nach etwa 600 Bildern gilt es nun ein erstes Fazit zu ziehen.

Doch zuerst die Fakten, wie geplant habe ich die Hochzeit mit 2 Objektiven abgelichtet, das 50er / 1,8 Nikkor und das Sigma 18-125mm 3,5 – 5,6.
In der Kirche habe ich wie geplant das 50er Nikkor bei ISO 800 nutzen können, die Lichtverhältnisse waren vergleichbar zum Probeshooting und ich bewegte mich in Belichtungszeiten von rund 1/125 Sek und kürzer. Hier konnte ich also gut aus der Hand arbeiten, ohne das Einbein – Stativ.
Bei der anschließenden Feier kam das Sigma 18-125mm zur Verwendung, es bot mir die Möglichkeit sowohl Gruppenbilder aus kurzer Entfernung, sowie auch Einzel – Portraits aus diskreter Entfernung zu machen.
Ob ich beide Objektive so nochmal verwenden würde ? Ein klares Jein :), in der Kirche bin ich mit dem 50er sehr gut zurecht gekommen, die Lichtstärke hat mir geholfen kurze Belichtungszeiten zu erreichen und der Winkel war ausreichend um sowohl Aufnahmen des Brautpaares als auch der Gesellschaft machen zu können, allerdings für die Feier würde ich das nächste mal ein lichtstarkes 70-200 und wenn notwendig noch ein 24-70 nutzen wollen, da ich doch deutlich die mangelnde Lichtstärke des Sigmas spüren konnte.

Organisatorisch stimmt was man in jedem Ratgeber liest, eine Hochzeit abzulichten bedeutet Arbeit und die Teilnahme als Gast ist damit passee ! Auch kommt man ohne Hilfe nur sehr schwer zurecht, wenn es darum geht die Leute für die Fotos zusammen zu ‚treiben‘ 😉
Darüber hinaus sollte man niemals die Konkurenz zu den fotografierenden und filmenden Gästen vernachlässigen, es sind mir gestern diverse gute Situationen entgangen nur weil Gäste sich direkt in das Bild stellten, sei es mit Video- oder Fotokamera.
Speziell in der Kirche verlor ich hierbei das Tauschen der Ringe, als ich plötzlich einen Rücken samt Videokamera und im Hintergrud eine Fotokamera durch den Sucher sah 🙁 Später im Laufe der Feier verlief es leider ähnlich.
Eine solche Situation muss demnächst durch bessere Absprachen verhindert werden.

Dies als erstes Fazit, nun geht es für mich an die Bearbeitung der Bilder…

Ein Fotografenverzeichnis für Twitter

Auch wenn dieses Wochenende keine neuen Fotos entstanden sind, es fehlte einfach die Zeit, möchte ich dennoch eine schöne Entdeckung hier bekannt geben.
Es geht um Twitter, dort hat sich Olaf Bathke die Mühe gemacht und ein Twitterverzeichnis für Fotografen zusammen gestellt, die Anmeldung ist ganz einfach mittels Kommentar in seinem Blog.

Twitterverzeichnis

Das ganze halte ich für eine klasse Idee, speziell wenn es einem um das ‚Fachsimpeln‘ und Vernetzten geht.
An dieser Stelle eine klare Empfehlung für das Verzeichnis und ein ‚Weiter so !‘ an Olaf Bathke.

Monis Motivklingel – Der eiserne Fotograf

Es ist ja nun allgemein bekannt, dass man mit Hilfe des Podcasts von Boris und Chris von Happyshooting so einiges über die Fotografie lernt, nun kommt man auch noch zu weiteren Podcasts 😉 In diesem Fall ist es der von Moni, Monis Motivklingel.

Moni konzentriert sich in Ihrem Podcast überwiegend auf die kreative Seite der Fotografie, sofern ich richtig zugehört habe ;), da darf auch etwas schonmal unscharf sein oder auch negativ …. In der aktuellen Folge #8 geht Sie wieder einen Schritt weiter und integriert Ihre Hörer mittels eines ‚Wettbewerbs‘ noch weiter. Die aktuelle Aufgabe lautet ein neues Foto zu machen, welches folgendes enthält :

1. Ein menschliches Körperteil
2. Die Farbe Weiß
3. Unschärfe (ganz oder partiell)

Da der Sonntag etwas trübe und regnerisch war kam die Idee auf, doch selbst ein Foto für Moni zu machen … Bei der Frage nach etwas Weißem hatten wir eine ganze Weile keine Idee oder Vorstellung etwas vernünftig umzusetzen. Irgendwann sah ich die Fingernägel meiner Frau und dachte mir, dass könnte man doch versuchen umzusetzen, und da der Sonntag wie bereiots erwähnt etwas trübe war, versuchten wir ein Available Light Portrait. Das ganze war im Prinzip schnell gemacht, eine passende Pose aus den unzähligen Posing Guides auf meinem Rechner, eingenommen und aus verschiedenen Positionen gefeuert 😉
Eine ganze Weile ging das hin und her, Hand weiter links, Kopf höher, usw. … Als ich die Bilder am PC später prüfte viel mir ein Foto auf, dass ich etwas weiter bearbeitete. Aufgrund der Stimmung bei dem Wetter versuchte ich das ganze in s/w und fand es um Längen besser als in Farbe.

Nunja, kurzes Fazit, ich hab es bei Flickr in Monis Flickr Gruppe hochgeladen und das entsprechende Tag gesetzt. Jetzt heisst es abwarten … Wenn ich mir das Foto heute, also einen Tag später, anschaue gefällt es mir nicht mehr so gut wie gestern, allerdings finde ich es auch nicht wirklich schlecht. Bin einfach neugierig wie das Feedback sein wird … ein erstes gibt es schon, bei Flickr wurde das Foto von einem user als Favorit gekennzeichnet, es bleibt also spannend.

Hier noch das Foto, über das ich heute so viel geschrieben habe :

Mel

Kommentar und Kritik sehr gerne gesehen !

Zurück aus der Kirche

Wie letzte Woche geplant, haben wir heute die Zeit gefunden die Kirche vorab mit der Kamera zu erkunden. Zu meinem Erstaunen gibt es in der Kirche keinerlei bunte Fenster, bis auf die übliche prunkvolle Einrichtung wirkt die Kirche etwas kühl.
Das ganze hat natürlich den Vorteil, dass doch mehr Licht vorhanden ist, als befürchtet. Je nach Sonne, konnte ich mit ISO 400 bzw. ISO 800 recht vernünftige Belichtungszeiten erreichen. Natürlich auch dank der offenen Blende meines 50er Objektivs 😉

Für den Ablauf der Hochzeit habe ich mir 2 – 3 Positionen ausgesucht, von denen ich die Zeremonie festhalten werde. Zunächst mittig im Gang, sowohl vorne als auch hinten, von dort lichte ich das Paar beim Herein- bzw. Herauskommen ab. Vorne auf der rechten Seite habe ich die Fenster im Rücken und komme mit dem Licht gut klar, um das Paar seitlich bzw. leicht frontal abzulichten. Die letzte Position liegt hinten rechts, auch dort habe ich die Fenster im Rücken und werde versuchen die Gesellschaft inkl. den Hauptpersonen vorne zu fotografieren.
Schade ist, dass ich vermutlich keine guten Bilder von den ersten Reihen bekomme, da ich dann eine Gegenlicht – Situation bekomme, welche heute keine guten Ergebnisse lieferten.

Hier 3 Beispiele von heute mittag, alle wurden mit ISO 800 gemacht und offener Blende (1,8).

Für die geplanten Bilder nach der Zeremonie müssen wir mit dem Brautpaar Rücksrache halten, da es direkt vor der Kirche keinen schönen Ort gibt, allerdings bietet sich in ca. 500m Entfernung die Möglichkeit in einen Park zu gehen. Evtl. fallen die Bilder an der Kirche aber auch weg, und wir werden den Rest im Garten des Paares machen.

Kommentare sind natürlich herzlich willkommen 😉