Portraitworkshop an der VHS Dortmund

Die Festtage liegen nun bereits eine Weile hinter uns und ich hoffe Ihr konntet die Tage ein wenig ausspannen und genießen. Wie bereits getwittert, möchte ich heute über den vergangenen Portraitworkshop im Dezember an der VHS in Dortmund berichten.
Der Workshop nennt sich ‘Portraitkurs für Fortgeschrittene’ und läuft ein Wochenende, jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 9 Personen begrenzt, zuzüglich dem Dozenten und verschiedenen Modellen natürlich.

Zum Ablauf

Nach Begrüßung und kurzer Vorstellung ging es auch gleich mit der Einweisung in das vorhandene Equipment los, in diesen 2 Tagen standen uns diverse Studioblitze mit einer Leistung vonn 600 bis 1000 Ws, Softboxen, Schirme und Reflektoren zur Verfügung.
Ebenfalls vorhanden war ein Beauty Dish, Lichtformer und 4 unterschiedliche Hintergründe.
Der erste Tag fing mit einem gemeinsamen Shooting an, das Licht – Setup wurde vorgegeben und es bot sich die Möglichkeit sich im Umgang mit dem Model vertraut zu machen. Im Laufe der nächsten Stunden wurden verschiedene Sets zusammen aufgebaut und jeder Teilnehmer bekam etwas Zeit mit den Modellen.
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Nachdem die ersten Akkus und Speicherkarten das erste mal um Hilfe schrien, ging es zunächst in die Mittagspause – gestärkt mit einer Currywurst und anderen ungesunden Dingen wurden die Teilnehmer ab dem Nachmittag in 3 Gruppen aufgeteilt, 1 Gruppe ging in den nahe gelegenen Park, das Wetter bot sich passender Weise dazu an, und die anderen beiden Gruppen verteilten sich auf 2 Studios.

Mit dieser deutlicher kleineren Aufteilung verlief der Rest des Tages nahezu selbstständig, die Sets wurden nach eigenen Ideen aufgebaut und auch das Shooting lief eigenständig ab.
Fragen konnte man jederzeit an den Dozenten richten, welcher auch gerne tatkräftig zur Seite stand um in schwierigen Fällen, z.B. das Eliminieren von Reflektionen in einer Brille oder einfach bei störenden Requisiten im Hintergrund, zu helfen.
Der 2. Tag verlief vergleichbar zum Nachmittag des Tages zuvor, unser Dozent hielt sich im Hintergrund und die eigene Kreativität war gefordert, sowohl in Bezug auf die Beleuchtung, dem Posing und allen anderen Aspekten.
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Was habe ich für mich mitgenommen ?

Nun, abgesehen von etlichen Fotos, Antworten zu Beleuchtungsfragen und Aha – Effekten in Bezug auf die Wirkung von Blende, Abstand und dem gewähltem Hintergrund sind es folgende Punkte, die ich für mich als besonders lehrreich empfand :

  • Natpürlich ist es mir passiert, ein neues Set mit der alten Einstellung zu fotografieren, haben wir ja schließlich alle so gemacht. Daher Kontrolliere Deine Kameraeinstellungen nach jeder Lichtänderung !
  • Natürlich ist knipsen lustig, besonders in der Gruppe aber um wirklich schöne Ergbenisse zu erhalten sollte es immer nach dem Motto gehen – Erst die Idee im Kopf, dann die Umsetzung am Set
  • Der Umgang mit dem Model, OK ich habe es mir einfach vorgestellt und des öfteren ins Fettnäpfchen gegriffen. Daher hier ein paar Punkte, die ich besonders am 2. Tag als positiv empfand,
    • Humor & Charme können nie verkehrt sein
    • Sei locker, egal wir nervöse Du bist, das überträgt sich gleich mit auf das Model
    • Weiß was Du willst, siehe auch den Punkt ‘Erst die Idee im Kopf, dann die Umsetzung am Set’. Eine Fragerunde, wie z.B. “Wäre es unter Umständen möglich sofern es dir nichts ausmacht, daß Du … ” funktioniert nur recht selten, und das überall im Leben, nicht nur bei der Fotografie.
    • Meinen Sun Sniper gebe ich nicht mehr her, speziell wenn ich mal eben schnell noch eine Einstellung am Blitz ändern, oder den Reflektor bewegen musste, konnte ich die Kamera lässig an der Hüfte hängen lassen, das hat vieles erleichtert und ich hatte die Kamera sofort wieder Griffbereit zur Kontrolle der Einstellungen.

    Hier noch ein Link, der mir in Bezug auf Modelposen sehr geholfen hat, das PDF enthält über 400 Posen, wenn ich also etwas Ruhe hatte, zog ich mich gerne zurück und ging passende Posen für das nächste Shooting durch.

    Abschließend möchte ich mich an dieser Stelle bei Stefan Komarek, Andy und Mel bedanken, die mir freundlicherweise die hier gezeigten Portraits zur Verfügung gestellt haben.

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Mein Kameragurt – ein Sun Sniper

Wie Ihr eventuell über Twitter schon mitbekommen habt, war ich letzte Woche spontan und habe mir nach langem Hin und Her den Sun Sniper Kameragurt bestellt.
Wieso ? Das würde ich gerne etwas näher erläutern. Mein eigentlicher Grund war, dass ich bei Fotowalks die Kamera nicht ständig in der Hand halten möchte und das Umhängen über eine Schulter mir nicht sicher genug ist.
Welcher Gurt es nun wird hatte ich in den letzten Wochen intensivst mit mir selbst diskutiert, man schaute mich schon komisch an. Nachdem meine Frau das Thema nun auch nicht mehr hören konnte, musste ich mich endlich entscheiden.
Zur Auswahl standen für mich 3 Systeme,

Am R – Strap reizte mich die kleine Tasche im Schulterpolster, speziell für die eine oder andere Speicherkate oder ähnliches, allerdings hab ich nun wirklich genug Taschen und Fächer, wieso sollte ich also meine perfekt abgestimmten Hosentaschen nicht weiter benutzen.
Der Sun Sniper begeisterte mich besonders mit dem sog. Schock-Absorber, hier war das Extrafach dann auch egal, wenn es darum geht der Kamera etwas mehr Schutz zu bieten.
Beim Spider Holster reizte mich die eigentlich Umsetzung, zumal ich bei den beiden Gurten die Jacke ausziehen muss um diese anzulegen, und der SpiderHolster ja einfach nur um die Hüfte getragen wird.
Allerdings muss ich zugeben, sah mir die Spider Holster Lösung doch zu sehr nach Cowboy aus, so daß ich dann wieder beim Sun Sniper gelandet bin.

Der Sun Sniper selbst ist für meinen Geschmack gut verarbeitet und die Haken bis zur Kamera machen einen stabilen Eindruck. Das Einstellen der Länge bedarf nun auch keinem Studium, so daß nach kurzer Einstellung der Gurt einsatzbereit war.
Für dieses Wochenende stand dann natürlich auch der erste Einsatz bevor, nichts extremes, aber ein Sonntagsspaziergang durch die Gevelsberger Wildniss mit Option auf ein paar Herbstportraits standen auf dem Plan.
Den Gurt trug ich unauffällig unter der Jacke, die Kamera hing damit knapp unterhalb dieser in Höhe meiner Hand, wo ich immer sicherstellen konnte, dass noch alles da war. Das Gewicht verteilt sich wirklich besser durch den diagonalen Gurt, aber was mir wirklich gefällt, ich hatte die Hände frei wenn ich es brauchte.
So konnte ich heute z.B. ohne viel Aufwand den Blitz einstellen und die Kamera dabei locker hängen lassen, den Blitz in einer Asthöhle positionieren und die Kamera hing immer noch lässig an meiner Seite. Gut, auf diese Weise hatte das Model weniger zu tun, aber irgendetwas ist ja immer :)

Alles zusammen kann ich nur sagen, die Entscheidung für den Sun Sniper war definitiv kein Fehler und auch wenn der Preis selbstbewusst ist, so war es dennoch eine gute Investition.

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