Lichtsetup 02 – Der gro├če Softie mit der harten Schale

OK, nicht ganz passend der Titel meines heutigen Lichtsetups aber die Richtung stimmt ­čÖé
Diesmal m├Âchte ich Euch eine Abwandlung von meinem Evergreen vorstellen. Der gro├če Softie ist im Prinzip sehr vielseitig, zur Verwendung kam er bereits bei Kindern, Paaren, kleineren Gruppen und gar einem Fashion Shooting.
Das mir wichtige Merkmal vom gro├čen Softie ist die gleichm├Ą├čige und extrem weiche Ausleuchtung der Person bzw. Personen und gleichzeitig separieren die Striplights von schr├Ąg hinten deutlich.
Erst vor kurzem hab ich den gro├čen Softie f├╝r ein junges Elternpaar samt Kleinkind genutzt, denn unabh├Ąngig von seinen lichttechnischen Merkmalen bot mir der gro├če Softie einen entschiedenen Vorteil anderen Lichtsetups gegen├╝ber, ich erhielt einen sehr gro├čen Bereich, wo das Licht passte.
Daher konnte der kleine Justus fast frei auf der B├╝hne herum krabbeln, was der ganzen Situation sehr half und mir erm├Âglichte ein nat├╝rliches Kind zu fotografieren.
Als Besonderheit sei bei diesem Lichtsetup gesagt, dass die Striplights sehr weit in Richtung Fotograf gerichtet sind, weswegen ich die Wabeneins├Ątze genutzt habe um Streulicht zu verhindern, wenn das noch nicht ausreicht nehmt einfach auf jeder Seite je einen Abschatter zwischen Euch und den Striplights.
 


 
Hier nun ein paar Beispiele aus dem Leben dieses Lichtsetups :
 

 

 

Lichtsetup 01 – Mein Evergreen

Heute m├Âchte ich mit meiner neuen Serie ‚Lichtsetups‚ beginnen und dabei auch gleich eines meiner liebsten Setups vorstellen, meinen pers├Ânlichen Evergreen. Das Setup kann sowohl mit 4 als auch 5 Blitzen genutzt werden, also eine echte Materialschlacht !
Nun aber zum Aufbau, f├╝r mich das typische Merkmal dieses Setups sind die deutlich sichtbaren Streiflichter jeweils links und rechts, diese verleihen dem Bild den typischen Look, welchen ich pers├Ânlich sehr mag.
Abh├Ąngig ob man dieses Setup f├╝r Ganzk├Ârperaufnahmen oder in der Halbtotalen nutzt, stehen seitlich zum Model Striplights oder Softboxen, m├Âchte man das Licht noch etwas b├╝ndeln dazu auch Wabeneins├Ątze. Ich pers├Ânlich finde es am sch├Ânsten, wenn die seitlichen Striplights etwas weiter hinten stehen, aber das ist Finetuning und ganz nach dem pers├Ânlichem Geschmack. Ein Wort zur Leistung, diese messe ich meist 1/3 bis 1 Blende h├Âher als mein Hauptlicht ein, immer etwas abh├Ąngig vom Outfit und Hintegrund.
F├╝r den Hintergrund selbst nutze ich einen einzelnen Spot mit Barndoors und sehr oft auch Farbfolie, diesen messe ich zumeist mit dem Auge ein, beginne aber mit dem selben Wert wie die seitlichen Striplights.
 
Beim Hauptlicht variiere ich gerne, abh├Ąngig vom Outfit, der Bildidee und nat├╝rlich dem Model habe ich dieses Lichtsetup bereits mit einem Standardreflektor, einem Beauty Dish oder einer Ocatbox genutzt, jedoch kommt ├╝berwiegend der Beauty Dish zum Einsatz, ich einfach das Licht dabei. Wer es richtig weich mag, der kann auch eine Octabox leicht von oben herab und eine kleine Softbox, etwa -2 Blenden zum Hauptlicht, von unten hinauf zum Aufhellen der Schatten nutzen.
 
Hier meine Skizze f├╝r das Setup, solche Skizzen fliegen bei mir und im Studio zu hauf herum und helfen mir bzw. unseren Assistenten beim Aufbau und Einmessen.


 
Hier nun zwei Beispiele, beide mit diesem Lichtsetup aber anderer Wirkung,
 

 

Fashion / Sedcard Shoot mit Kim

Heute habe ich wieder mal ein paar Aufnahmen von einem Sedcard Shooting, diesmal mit unserem Model Kim.
Kim m├Âchte eine Karriere als Model starten und ben├Âtigt Bilder f├╝r ihre Sedcard, soweit der Anfang dieser kleinen nicht un├╝blichen Geschichte. An diesem Punkt stellt sich mir immer wieder die Frage, was genau ist denn gew├╝nscht und was kann man machen ohne schnell in ├╝bliche Standard – Aufnahmen zu rutschen.
Wie kann man diese Frage wohl besser kl├Ąren als bei einem Cappuccino in lockerer Runde, ja ich wei├č, ich trinke zuviel Kaffee …
 
An einem Abend vor ein paar Wochen trafen wir uns also mit Kim in einem kleinen Cafe in Wipperf├╝rth und sprachen ├╝ber das kommende Shooting. Wie zu erwarten war, hatte Kim nat├╝rlich keinen festen Plan mit Aufnahmen parat, aber sie wusste schon was ihr gef├Ąllt und das war sehr viel Wert. Zum Ende, 2 Cappuccino und einen Latte Macciato sp├Ąter, hatten wir uns auf 1-2 ├╝bliche Themen, Legere/B├╝ro und Abendgarderobe, und dazu 1-2 verr├╝cktere Ideen geeinigt.
 
An einem Wochenende darauf trafen wir uns also im Studio und zusammen mit unserer Visagistin Miss Gexxy erarbeiteten wir uns sowohl die Outfits, als auch die geplanten Stylings. An dieser Stelle muss gesagt sein liebe Gexxy, Deine beiden Styling – Ideen f├╝r die verr├╝ckten Themen sind absolut spitze !
 
Hier also nun die Auswahl vom Nachmittag, Feedback ist wie immer sehr willkommen ­čśë
 


 

 

 

 

 

 

 
Ausnahmsweise hatte ich diesmal zwischendurch auch Zeit f├╝r ein MakingOf Foto, wenn auch noch fr├╝h zu Beginn des Shooting.
 

Im Studio mit Lisa – einem Nachwuchsmodel

Endlich ist es soweit, unser Studio ist fertig und nachdem es in letzter Zeit mehr darum ging den Hammer im Studio zu schwingen, konnten wir nun langsam anfangen auch mal wieder die Objektive kreisen zu lassen…
Lisa, eine junge Hostess ben├Âtigte neue Bilder f├╝r Ihre Sedcard und damit konnten wir also unser Studio das erste mal richtig nutzen.
 
F├╝r das Shooting stand leider nur wenig Zeit zur Verf├╝gung, somit einigten wir uns im Vorfeld auf nur 1 Set inkl. Outfit & Styling. Es sollten Aufnahmen entstehen, die zu einer Hostess passen dabei aber gleichzeit etwas anders sind und sich von den ├╝blichen Hostess- / Business – Aufnahmen abheben.
 
Sonntag hat sich Lisa nun durch die engere Auswahl gearbeitet und folgende Aufnahmen f├╝r ihre Sedcard ausgesucht.
 


 

 

 

 

 
Feedback jeglicher Art ist nat├╝rlich immer gerne gelesen ­čÖé

Ein pers├Ânliches Projekt – extreme MakeUp

Es war mal wieder soweit, neben Messen und diversen Sedcard Shootings habe ich mich wieder an ein eigenes Projekt gewagt – diesmal wollte ich etwas in Richtung extreme MakeUp experimentieren. Vielleicht nicht ganz so ‚extreme‚ aber auf jeden Fall sollte es bunt und intensiv sein.
CloseUps mit Wirkung, sei es durch die Farbe, das Licht oder das Model selbst.
 
Die Vorbereitungen haben eine ganze Weile gedauert, bedingt durch andere Aktivit├Ąten und der Suche nach Model & Visa. Doch nach etlichen Wochen war es dann soweit, das Studio war f├╝r 6 Stunden gebucht, unsere Visa stand voller Begeisterung in der T├╝r und wir fingen an alles aufzubauen und auszumessen.
 
An dieser Stelle auch nochmal ein gro├čes Danke sch├Ân an das Model Carda und unsere Visa von wow-make-up.de !
 
Heute sind nun die ersten Bilder fertig, und ich m├Âchte sie Euch nat├╝rlich hier auch zeigen.
 


 

 

 

Mein Belichtungsmesser der Sekonic L-358 Flash Master

Lange habe ich mir geweigert, doch mit dem Alter und der Erfahrung wird man nicht nur schlauer, sondern entwickelt auch andere Erwartungen an ein Shooting und dessen Ablauf.
Da ich nun nicht mehr unbedingt schlauer werde, das habe ich oft genug versucht, habe ich daher an meinen Erwartungen gegen├╝ber einem Shooting gearbeitet, und nun ist er da, mein eigener Belichtungsmesser – der Sekonic L-358 Flash Master.
 
Wieso ? Weil es einfacher, schneller und vor allem reproduzierbar ist.
Diese 3 Punkte waren f├╝r mich zu Anfang nicht sehr wichtig, sicher habe ich es gerne einfach und auch habe ich nicht f├╝r jeden Pups 3 Stunden Zeit aber so ein Shooting war f├╝r mich immer wieder ein Abenteuer und damit lag bei mir auch der Punkt Reproduzierbarkeit keineswegs im Fokus.
Doch mit den Shootings merkte ich zunehmend, dass, wenn auch lustige, aber langwierige Lichtspielereien bei einem Shooting nicht immer erw├╝nscht sind, besonders wenn Model und Fotograf das erste mal zusammen arbeiten.
Hier sollte der Fotograf m├Âglichst souver├Ąn auftreten k├Ânnen und nicht bei zahllosen Testaufnahmen gar hilflos wirken.
Nat├╝rlich ist ein Belichtungsmesser jetzt nicht der Garant f├╝r souver├Ąnes Auftreten, da geh├Ârt nun wirklich mehr dazu, aber er hilft.
 
Soviel zur Theorie und meiner Erwartung, gestern dann der erste Praxistest mit meinem Belichtungsmesser, eins vorab es ist ein deutlicher Unterschied zu merken !
 
Die Aufbauphase ging deutlich schneller, Lichtsetup aufgebaut mittels nur wenigen Blitzausl├Âsungen genau und z├╝gig eingemessen, am Ende noch eine Testaufnahme die best├Ątigte, was der Belichtungsmesser sagte ‚Alles Roger !‘.
Gut, nun war das Licht fertig, was nun ? Entspannung ! Ich konnte mich beruhigt bei einem Kaffee mit Model und Visa unterhalten, wir stimmten uns f├╝r das kommende Shooting ab, entschieden das erste Outfit und ich schaute nochmal in meine Roadmap f├╝r das Shooting, suchte die passenden Posen aus, sprach mit meinem Fotopartner ├╝ber das n├Ąchste Lichtsetup und alles in allem war die Situation deutlich entspannter.
 
Ein weiterer Punkt brachte mich zu einem eigenen Belichtunbgsmesser, die eingangs genannte Reproduzierung, immer wieder kam in j├╝ngster Vergangenheit die Situation, dass ich mich auf ein kommendes Shooting vorbereitete und ├╝berlegte – Wie war nochmal das Lichtsetup vom Shooting XY, oder wie erreiche ich nochmal den Effekt von DVD XY ?
 
Nun, urspr├╝nglich als einzigartiges Abenteuer gesehen, kam ich nie an den Punkt ein Lichtsetup kontrolliert zu wiederholen, da war immer alles anders und dazu noch aufregend, heute fange ich langsam an mir bevorzugte Lichtsetups zu merken. Doch wie zum Teufel soll ich den Look wiederholen ?
Das geht nat├╝rlich nur mit Dokumentation und einem Belichtungsmesser ­čÖé
 
Aus diesen Gr├╝nden habe ich mich f├╝r einen Belichtungsmesser entschieden und meinem pers├Ânliches Fazit nach eine sehr empfehlenswerte Investition !

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