Schottland 2010 – Fotografische Impressionen einer Reise

Es ist nun bereits über 8 Wochen her, dass wir aus unserem Fotourlaub in Schottland zurück sind.
Was soll ich Euch sagen, es war einfach herrlich 🙂 – 10 ganze Tage voller Entspannung, die Kamera stehts dabei und es gab nichts worüber man sich Sorgen oder Gedanken machen musste, OK fast nichts. 😉

Wie zu Anfang geschrieben, startete unser Urlaub bereits bei Amsterdam, von dort ging es mit der Fähre hinüber nach NewCastle, von wo wir mit unserem Auto die eigentliche Rundreise begannen.
Nach einem kurzem Stop in Glasgow am ersten Tag fuhren wir weiter in Richtung Highlands, wir haben unzählige km hinter uns gelassen und mitunter traumhafte Orte gefunden, dabei sind wir meist einfach nur der Nase und dem Gefühl nach durchs Land gefahren; Abends ging es dann in ein Hotel und zum Abendessen.

Die Tage vergingen natürlich wie im Fluge, als wir nach 7 Tagen im ersten Hotel mit WLAN eingecheckt hatten, viel uns auf wie weit der Urlaub schon war. Die restlichen Tage verblieben wir dann in Edinburgh, und sortierten zunächst unsere >1600 Bilder, die wir zuvor geschossen hatten.
Es brauchte eine Weile, bis wir allein das Gröbste sortiert hatten und noch länger, bis eine finale Auswahl bearbeitet war, speziell bei der Auswahl für diesen Beitrag hatte ich so meine Probleme, ich konnte mich einfach nicht von Bildern trennen, kann Euch aber auch nicht fluten 🙂

Hier nun eine ‚kleine‘ Auswahl unserer Bilder …

Studioarbeit – Die dunkle Seite meiner Kamera

An einem Wochenende vor unserem Urlaub ging es mal wieder ins Studio, diesmal hatten wir über die Model-Kartei Kontakt zu Lucielle gefunden.
Das Shooting stand ganz im Zeichen der „dunklen Seite“, beeindruckt durch Lucielles Bilder im MK – Profil wollte ich mal etwas anderes probieren etwas experimentieren.

Was dabei heraus gekommen ist könnt Ihr hier sehen, mich persönlich hat das Shooting sehr fasziniert bewusst etwas anderes als nur Lächeln zu versuchen und denke wenn sich die möglichkeit bietet werde ich dies gerne wiederholen.

Nun aber eine kurze Auswahl an Bidlern …

Fotoshooting mit Kindern

Vor kurzem habe ich ja bereits darüber berichtet, im April gibt es wieder eine neue Aufgabe zu meistern, die Erstkommunion meiner Nichte Kathi soll fotografiert werden (Link). Nun, da letztes Wochenende das geplante Studio – Shooting mit Kathi war, möchte ich an dieser Stelle etwas detailierter auf die Kinderfotografie und meine Erfahrungen damit eingehen.

Zum Ersten eine wichtige Erfahrung vorweg, ein Shooting mit einem Kind kann ungeahnt schwierig sein und auch zugleich ungeahnt lustig, je nachdem ob der Funke überspringt oder nicht.
Es ist bei Kindern immer so eine Gratwanderung, entweder sie haben Lust und alles ist super oder sie haben keine Lust und nichts funktioniert.
Genau deshalb ist es auch besonders wichtig, das junge Model bei Laune zu halten 😉

Wer hätte es gedacht, aber wie auch bei ausgewachsenen Menschen ist ein wenig Einfühlungsvermögen nie verkehrt, man sollte versuchen das Kind nicht so gefühlvoll wie ein Panzer zu überollen, vielmehr sollte das Kind aus sich selbst heraus kommen, eigene Posen machen, natürlich sein! Nichts ist unschöner als ein deutlich gestelltes gar erzwungenes Portrait.
Das Spiel vor der Kamera sollte daher nach Möglichkeit wirklich ein Spiel sein, alle müssen daran Spaß haben, also plant nach Möglichkeit einzelne ‚Spaß – Aktionen‘ wie z.B. Hüpfen, Drehen usw. ruhig mit ein.

Wie es in der Fotografie nicht selten der Fall ist gehört Spontanität speziell bei Kindern fest dazu, sturr sein Program durchziehen ist genau das, was den oben erwähnten Spaß sofort zur Nichte macht. Das bedeutet nicht, man sollte gänzlich ohne Planung in das Shooting gehen, ein grober Ablauf ist Pflicht und hilft allen Beteiligten, nur zu strenges daran festhalten ist Gift für die Atmosphäre.

Speziell wenn Kinder das erste mal in ein Studio kommen, wie es z.B. bei Kathi der Fall war, erschlägt die ganze Technik das arme Kind, daher hilft es sich 5 Minuten Zeit zu nehmen und dem Kind die größten und wichtigsten Dinge zu erklären, denn vor einer Lampe hat niemand Angst – vor einem großen schwarz / weißem Ungetüm schon.

Abschließend sind meine Erfahrungen und Ratschläge natürlich keine Geheimtipps, vor allem der Umgang mit Kindern ist immer sehr individuell und stark vom Alter und Charakter abhängig. In meinem Fall ist Kathi 9 Jahre und an sich eine eher schüchterne Persönlichkeit, die den ungewohnten Umfang an Aufmerksamkeit sehr genoß und nach kurzer Phase schön aus sich heraus kam.

Mein neues Großprojekt – eine Kommunion

Da hat das neue Jahr gerade begonnen, ja ich weiß, dass Ende Februar ist, geht es auch schon wieder weiter mit der Fotografie. Diesmal wurde ich gefragt, ob ich die Kommunion meiner Nichte fotografieren würde.
Natürlich sagte ich ja und bin zugleich Stolz, da ich anscheinend keinen schlechten Job bei der letzten Hochzeit gemacht habe.

Nun, die Kommunion der kleinen Kathi ist im April, somit habe ich also wieder etwas Zeit mich darauf vorzubereiten, und mit der Erfahrung durch die Hochzeit hab ich gleich ein paar Punkte, die ich diesmal besser machen möchte.
So habe ich versucht meine Fragen bereits im Vorfeld in einem Gespräch zu klären, um so die Erwartungen und Möglichkeiten besser heraus zu finden.

Die gewünschten Aufnahmen beziehen sich überwiegend auf die Feierlichkeit, da die Kirche für die Kommunion einen eigene Fotografen beauftragt hat. Zusätzlich zur Feierlichkeit sind Portraitaufnahmen und eine Gruppenaufnahme vor der Kirche gewünscht.
Bei den Portraits stellt sich mir gleich die Frage – „Wie sieht die Location aus ? Besser On-Location oder Studio im Vorfeld ?“ Nun, da noch nicht feststeht wo gefeiert wird, ist diese Frage ganz klar mit Studio zu beantworten, sofern Zeit und Möglichkeit besteht kann ich schließlich immer noch On-Location einzelne Portraits aufnehmen.
Die Portraitaufnahmen der kleinen Kathi sind natürlich die wichtigsten Aufnahmen für diesen Tag, ein verwackeltes Foto von Onkel Ernst bei Kaffee & Kuchen ist schließlich leicht zu verschmerzen. Im Studio haben wir zudem unsere Ruhe und erhöhen damit auch die Chancen auf gute Ergebnisse.

Beim Thema Ausrüstung kann ich aus meiner Hochzeitserfahrung profitieren, richtig es war nur 1 Hochzeit bisher, hier wurde es bei der eigentlichen Feier für mich schwer, da mein Sigma 18-125 nicht sehr lichtstark und ich auch noch nicht sehr geübt mit dem Blitz war. Aus diesem Grund habe ich mir bereits vor geraumer Zeit das Tamron 28-75 f1/2,8 zugelegt, mit dem ich auch bereits erste Partyerfahrung inkl. Blitz sammeln konnte.
Dazu werde ich die weiteren Aufnahmen mit meinem neuen 70-200 f1/2,8 machen, um im Verlauf des Tages diskret aus der Entfernung schöne Situationen einfangen zu können, evtl. spielt das Wetter und die Zeit ja mit und wir können noch einzelne On-Location Portraits schiessen.

Die nächsten wichtigen Schritte sind für mich nun wie folgt,

  • Noch offene Fragen bzgl. Location klären
    Sobald die Location feststeht, werde ich dort einfach mal auf einen Kaffee und zwei Fotos vorbei schauen, so habe ich im Vorfeld schon eine Vorstellung von schönen Orten bzw. weiß ich wo es kompliziert werden kann.
  • Fotoliste abstimmen
    Im Gegensatz zur Hochzeit werde ich mir aber keine Liste ausdrucken und mit dieser die Feier zu begleiten, es ist vielmehr eine geistige Liste die ich im Kopf als Leitfaden versuche zu nutzen.
  • Studioshooting vorbereiten und durchführen
    Der Studiotermin steht bereits fest, und liegt 2 Wochen vor der Kommunion, hier gehen wir aufgrund der guten Erfahrung wieder ins Mietstudio NRW. Die Vorbereitung hierzu laufen, wir erstellen uns eine kleine Roadmap, um die geplanten 2 Stunden für Kathi so spielerisch und locker wie nur möglich zu machen.

Das wars für erste von meiner Seite zur anstehenden Kommunion, natürlich schreibe ich wieder über die weiteren Schritte, falls Ihr gute Tipps habt, freu ich mich über Feedback, sei es per Kommentar oder eMail.

Unser Studio – Shooting im Mietstudio NRW

Wie auf Twitter mal wieder angekündigt möchte ich Euch heute die Bilder von unserem letzten Studio – Shooting im Mietsudio NRW zeigen. Das ganze ist für mich persönlich etwas Besonderes, weil wir uns das erste mal eigenständig in einem Studio bewegt haben, es gab also keinen Dozenten und wir waren auf uns alleine gestellt, klingt irgendwie traurig – oder ?

Wir hatten uns also im Mietsudio NRW das Studio 3 für einen Samstag Nachmittag gemietet um zusammen das zuvor Erlernte umzusetzen und um verschiedenste Experimente in Bezug auf Licht und Pose auszuprobieren.

Bevor ich nun aber wieder zuviel schreibe, ein besonderes Danke! natürlich noch an unsere Models Melanie, Linda und Roxy !

Hier nun die Ergebnisse :




Zum Licht Setup, es standen uns im Studio sowohl eine weiße, als auch eine schwarze Bühne zur Verfügung. Die Licht Setups sahen dabei folgendermaßen aus,

Licht Setup auf der weißen Bühne :

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Wieso Focus then recompose (FTR) eigentlich Mist ist

Diesmal möchte ich ein technisches Thema ansprechen – dem Focus then recompose auch FTR genannt.

Nein so ernst ist es natürlich nicht gemeint, Focus then Recompose ist kein völliger Mist, aber auch nicht die Lösung aller Kompositionsprobleme, und das würde ich ganz gerne hiermit aufgreifen.
Bei meiner D200 habe ich ja bereits eine gute Auswahl an AF Punkten, dennoch komme ich von Zeit zu Zeit in die Versuchung oder auch den Bedarf, den Bildausschnitt nach der Fokussierung ’neu‘ zu komponieren.
Im Grunde funktioniert dies tadellos, doch meine ich in letzter Zeit bei dieser Methode oft etwas an Schärfe zu verlieren, kann durchaus sein, dass ich mitlerweile mehr auf die Schärfe achten, aber das soll hier mal links liegen bleiben.
Hier konnten mich auch Chris & Boris von Happyshooting in Ihrer Folge 171 nicht wirklich überzeugen und ich fing an mir diese Methode von der technischen Seite genauer anzuschauen.
Auf der WebSite von Michael Hohner fand ich einen sehr interessanten Artikel zu dem Thema, im Grunde bestätigt er, was ich bei mir bereits beobachten konnte.

Zusammengefasst verändert sich beim Recompose die Fokusebene zum eigentlich fikussiertem Objekt und hierdurch entsteht ein Backfokus, das Ausmaß dieses Backfokus hängt davon ab, wie weit man die Kamera nun schwenkt, also die Ausprägung des Recompose.
Schaut man nun auf die Kombination aus Motiv und Objektiv, stellt es so dar, dass man in der Regel bei z.B. Landschaftsaufnahmen mittels eines Weitwinkelobjektivs natürlich mehr als mit einem Telezoom schwenkt, wodurch der hier erzeugte Backfokus deutlicher ausfällt.
Die vollständige Erklärung inkl. Formel und Bilder zur Veranschaulichung findet Ihr hier im Artikel von Michael Hohner.

Fazit für mich ? Die AF Punkte meiner Kamera werden ab sofort intensiver genutzt, speziell wenn es mir auf Schärfe ankommt.

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