Richtig Blitzen – ein neues eBook von Patrick Ludolph

Die Frage wie man mit Licht umgeht ist so alt wie die Fotografie, bis heute wird besonders die Rolle des Blitzlichts kontrovers diskutiert. Blitzlicht hat bei dieser Diskussion häufig schlechte Karten, es wird nicht gemocht und jeder versucht das Allheilmittel ‚Available Light‘ zu nutzen, entweder aus Überzeugung oder einfach aus Unwissen.

Patrick Ludolph von Neunzehn72.de versucht mit diesem Vorurteil Blitzlicht gegenüber aufzuräumen, sei es in diversen Blogbeiträgen rund um dieses Thema oder ganz aktuell in seinem neuem eBook Nikon SB-900 Praxisguide.
Wieso gerade ein Praxisguide anhand vom Nikon SB-900 ? Ganz einfach, Patrick nutzt für seine Fotos eine Nikon D700 und zwei SB-900, allerdings bedeutet dies nicht, dass Besitzer eines SB-800 oder Metz – Blitz mit diesem Praxisguide nichts anfangen können, ganz im Gegenteil. Patrick vermittelt in seinem eBook praktisches Wissen und Erfahrungen rund um das Thema Blitzfotografie und dem Nikon CLS System, nur hat er für die Bilder eben einen SB-900 genutzt.

Was mir besonders an diesem eBook gefällt ist die Idee dahinter es dynamisch zu gestalten, Patrick schreibt in seinem Vorwort, dass dieses eBook nicht nur aktualisiert sondern auch erweitert wird, selbst Gast – Kapitel sind bereits in Planung.
Dieses Konzept ist es, was den Praxisguide zu einem Buch für und von der Community macht und weswegen ich dieses Projekte gerne unterstütze !

Das eBook ist für 7,- EUR online zu erwerben und im Preis sind natürlich alle zukünftigen Updates und Erweiterungen inbegriffen.

Mein neues Großprojekt – eine Kommunion

Da hat das neue Jahr gerade begonnen, ja ich weiß, dass Ende Februar ist, geht es auch schon wieder weiter mit der Fotografie. Diesmal wurde ich gefragt, ob ich die Kommunion meiner Nichte fotografieren würde.
Natürlich sagte ich ja und bin zugleich Stolz, da ich anscheinend keinen schlechten Job bei der letzten Hochzeit gemacht habe.

Nun, die Kommunion der kleinen Kathi ist im April, somit habe ich also wieder etwas Zeit mich darauf vorzubereiten, und mit der Erfahrung durch die Hochzeit hab ich gleich ein paar Punkte, die ich diesmal besser machen möchte.
So habe ich versucht meine Fragen bereits im Vorfeld in einem Gespräch zu klären, um so die Erwartungen und Möglichkeiten besser heraus zu finden.

Die gewünschten Aufnahmen beziehen sich überwiegend auf die Feierlichkeit, da die Kirche für die Kommunion einen eigene Fotografen beauftragt hat. Zusätzlich zur Feierlichkeit sind Portraitaufnahmen und eine Gruppenaufnahme vor der Kirche gewünscht.
Bei den Portraits stellt sich mir gleich die Frage – „Wie sieht die Location aus ? Besser On-Location oder Studio im Vorfeld ?“ Nun, da noch nicht feststeht wo gefeiert wird, ist diese Frage ganz klar mit Studio zu beantworten, sofern Zeit und Möglichkeit besteht kann ich schließlich immer noch On-Location einzelne Portraits aufnehmen.
Die Portraitaufnahmen der kleinen Kathi sind natürlich die wichtigsten Aufnahmen für diesen Tag, ein verwackeltes Foto von Onkel Ernst bei Kaffee & Kuchen ist schließlich leicht zu verschmerzen. Im Studio haben wir zudem unsere Ruhe und erhöhen damit auch die Chancen auf gute Ergebnisse.

Beim Thema Ausrüstung kann ich aus meiner Hochzeitserfahrung profitieren, richtig es war nur 1 Hochzeit bisher, hier wurde es bei der eigentlichen Feier für mich schwer, da mein Sigma 18-125 nicht sehr lichtstark und ich auch noch nicht sehr geübt mit dem Blitz war. Aus diesem Grund habe ich mir bereits vor geraumer Zeit das Tamron 28-75 f1/2,8 zugelegt, mit dem ich auch bereits erste Partyerfahrung inkl. Blitz sammeln konnte.
Dazu werde ich die weiteren Aufnahmen mit meinem neuen 70-200 f1/2,8 machen, um im Verlauf des Tages diskret aus der Entfernung schöne Situationen einfangen zu können, evtl. spielt das Wetter und die Zeit ja mit und wir können noch einzelne On-Location Portraits schiessen.

Die nächsten wichtigen Schritte sind für mich nun wie folgt,

  • Noch offene Fragen bzgl. Location klären
    Sobald die Location feststeht, werde ich dort einfach mal auf einen Kaffee und zwei Fotos vorbei schauen, so habe ich im Vorfeld schon eine Vorstellung von schönen Orten bzw. weiß ich wo es kompliziert werden kann.
  • Fotoliste abstimmen
    Im Gegensatz zur Hochzeit werde ich mir aber keine Liste ausdrucken und mit dieser die Feier zu begleiten, es ist vielmehr eine geistige Liste die ich im Kopf als Leitfaden versuche zu nutzen.
  • Studioshooting vorbereiten und durchführen
    Der Studiotermin steht bereits fest, und liegt 2 Wochen vor der Kommunion, hier gehen wir aufgrund der guten Erfahrung wieder ins Mietstudio NRW. Die Vorbereitung hierzu laufen, wir erstellen uns eine kleine Roadmap, um die geplanten 2 Stunden für Kathi so spielerisch und locker wie nur möglich zu machen.

Das wars für erste von meiner Seite zur anstehenden Kommunion, natürlich schreibe ich wieder über die weiteren Schritte, falls Ihr gute Tipps habt, freu ich mich über Feedback, sei es per Kommentar oder eMail.

Wieso Focus then recompose (FTR) eigentlich Mist ist

Diesmal möchte ich ein technisches Thema ansprechen – dem Focus then recompose auch FTR genannt.

Nein so ernst ist es natürlich nicht gemeint, Focus then Recompose ist kein völliger Mist, aber auch nicht die Lösung aller Kompositionsprobleme, und das würde ich ganz gerne hiermit aufgreifen.
Bei meiner D200 habe ich ja bereits eine gute Auswahl an AF Punkten, dennoch komme ich von Zeit zu Zeit in die Versuchung oder auch den Bedarf, den Bildausschnitt nach der Fokussierung ’neu‘ zu komponieren.
Im Grunde funktioniert dies tadellos, doch meine ich in letzter Zeit bei dieser Methode oft etwas an Schärfe zu verlieren, kann durchaus sein, dass ich mitlerweile mehr auf die Schärfe achten, aber das soll hier mal links liegen bleiben.
Hier konnten mich auch Chris & Boris von Happyshooting in Ihrer Folge 171 nicht wirklich überzeugen und ich fing an mir diese Methode von der technischen Seite genauer anzuschauen.
Auf der WebSite von Michael Hohner fand ich einen sehr interessanten Artikel zu dem Thema, im Grunde bestätigt er, was ich bei mir bereits beobachten konnte.

Zusammengefasst verändert sich beim Recompose die Fokusebene zum eigentlich fikussiertem Objekt und hierdurch entsteht ein Backfokus, das Ausmaß dieses Backfokus hängt davon ab, wie weit man die Kamera nun schwenkt, also die Ausprägung des Recompose.
Schaut man nun auf die Kombination aus Motiv und Objektiv, stellt es so dar, dass man in der Regel bei z.B. Landschaftsaufnahmen mittels eines Weitwinkelobjektivs natürlich mehr als mit einem Telezoom schwenkt, wodurch der hier erzeugte Backfokus deutlicher ausfällt.
Die vollständige Erklärung inkl. Formel und Bilder zur Veranschaulichung findet Ihr hier im Artikel von Michael Hohner.

Fazit für mich ? Die AF Punkte meiner Kamera werden ab sofort intensiver genutzt, speziell wenn es mir auf Schärfe ankommt.

Partyfotografie – Das Ding mit dem Licht

So, nachdem ich die letzten Tage ausschließlich Fotobücher erstellt habe und es bald auch noch einen 4.Teil des eigentlichen 2 – Teilers geben wird, es tut mir leid aber kurz fassen fällt mir so schwer, ging es kürzlich einen fotografischen Schritt weiter.
Diesmal bot sich eine Geburtstagsparty an, auf der wir vor etwa 2 Wochen eingeladen waren.
Natürlich nahm ich gerne die Kamera dorthin mit und versuchte mich im Einfangen stimmungsvoller Partyfotos.
Bei der Wahl der Ausrüstung nutze ich für den Abend mein Tamron 28-75 mit Blende 2.8 und mein 48er Metz, bestückt mit einer CTO Folie und dem Ultrabounce, beides von Lumiquest.
Würde ich die Ausstattung so nocheinmal nutzen ? Ein klares Jein, grundsätzlich bin ich damit sehr gut zurecht gekommen, das Tamron bot mir wirklich gute Möglichkeiten auch mal nah an das Objekt meiner Begierde heran zu zoomen war aber in einzelnen Situationen mit 28 mm etwas lang bzw. der Raum zu klein.
Die CTO Folie hat eine tollen Farbton in den Gesichtern erzeugt, war in manchen Situationen aber etwas intensiv, so dass ich hier in der Bearbeitung etwas korrigieren musste, werde daher das nächste mal wohl eher mit einer 1/2 CTO Folie experimentieren.
Seitens der Belichtung arbeitete ich den ganzen Abend über mit 1/30 Sek und dem Blitz auf dem 2. Vorhang, hiermit wurden fast alle Fotos ausreichend scharf und durch die lange Belichtungszeit in Verbindung mit der CTO Folie kam die gemütliche Stimmung, verursacht durch wenige einzelne Tisch- und Stehlampen in einem hellen Wohnzimmer, doch deutlich auf den Bildern rüber.
Geburtstag - Lydia
Hier ein Beispiel, von der Komposition vielleicht nicht gerade die Krönung aber die Stimmung gefällt mir, ein gemütliches warmes Licht, sogar der Gesichtsausdruck scheint zufrieden und voller Genuß 🙂

Abschließend noch etwas am Rande, ich finde es immer wieder klasse, wenn man auf einer Party nicht alle Gäste kennt und aufgrund der Kamera gleich von anderen DSLRs begrüsst wird, es gibt kaum eine bessere Methode schnell Anschluß zu finden, da sieht man wieder, ein gemeinsames Hobby verbindet.