Modenschau – die Fortsetzung

Fängst Du einmal damit an, machst Du es immer wieder“ – so oder so ähnlich könnte man meinen Ausflug in die fotografische Begleitung einer Modenschau nennen.
Angefangen im Oktober mit dem Dortmunder Herbst ging es im November nach Wuppertal zu La vie mariage, einem Fachgeschäft rund um die Braut- und Abendmode.
Die Veranstaltung fand direkt im Ladenlokal in Wuppertal statt und war sehr gemütlich ausgerichtet, gar ein kleiner Laufsteg wurde eingerichtet und es gab einen DJ samt Lichtorgel, der für Unterhaltung sorgte. Wie sich später heraus stellte, hatte ich später noch etwas intensiver mit dem DJ bzw. seiner Lichtorgel zu tun 🙂
 
Im ganzen konnte ich vor Ort aus meiner Erfahrung vom Dortmunder Herbst profitieren, ich suchte mir einen Platz mit gutem Blick auf den Laufsteg und den Örtlichkeiten entsprechend schönem Hintergrund, hier hatte ich bereits den ersten Kontakt mit dem DJ, da dieser direkt rechts neben dem Laufsteg seine Ausrüstung aufgebaut hatte.
Das Einmessen der Belichtung war allerdings etwas schwieriger, entgegen zum Dortmunder Herbst war der Laufsteg nicht gesondert beleuchtet, so daß ich eine besonders gute Balance zwischen meinem Blitz und den verschiedenen Lichtquellen im Raum erreichten musste, nach etwas experimentieren mit dem Weißabgleich und ein paar Probefotos fand ich aber recht schnell meine favorisierten Einstellungen – Blende 4 bei einer 1/200 Sek und ISO500.
 
Nach einem kurzen Kaffee ging es dann auch bereits los, Claudia betrat die Bühne und kündigte Ihre Mädels an. Die Show bestand aus insg. 80 Kleidern, 40 Brautmoden und 40 Abendkleidern. Zur Überaschung meines rechten Arms gab es keine Pause und ich schaute fast 2 Stunden non-stop durch den Sucher meiner Kamera.
Mit dem ersten Mädel begann nun aber auch die eigentliche Herausforderung, die Lichtorgel vom DJ. Natürlich wurde alles sowohl musikalisch, als auch farbenfroh aus dieser Lichtkanone untermalt, was ich manchmal verteufelte und manchmal auch wieder liebte.
Sobald ich den Bildausschnitt zu weit nach rechts wählte, standen nicht nur Stative, Lampen und das DJ Pult im Bild sondern ich bekam direktes Gegenlicht, was in etlichen Fällen das Bild mehrfach unbrauchbar machte. Blieb ich aber bei meinem bevorzugtem Bildausschnitt und passte eine bestimmte Stelle auf dem Laufsteg ab, erhielt ich durch die Lichtanlage des DJs ein schönes Streiflicht auf den Models.

Hier ein Beispiel,

Die 2 Stunden forderten aber auch ihren Tribut, so habe ich es in nur knapp 30 Minuten geschafft meinen SB-900 in die Überhitzung Notabschaltung zu bewegen und bis ich den Blitz, ich hatte zum Glück einen Reserveblitz dabei, getauscht hatte, ist mir das eine oder andere Kleid entgangen.
Da zeigt es sich, dass es oft gut ist zu zweit zu arbeiten, und so hatte ein Freund von mir zu meiner Linken genau diese verpassten Kleider auf den Sensor gebannt.

Abschließend mein persönliches Fazit, es war anstrengend, da es keine Pausen gab, ich brauche unbedingt das Nikkor 24-70 f2,8 und meinen Workflow in der Bearbeitung muss ich definitiv weiter automatisieren, die ca. 100 Bilder von der Show zu Bearbeiten waren schon eine enorme Arbeit.
Die ganze Serie findet ihr bei Facebook, dort gibt es eine eigene Gallerie. Übrigens meine Bilder sind die ersten 100 Bilder bis zum Schnappschuss mit der Schlange.