Fotoholiker’s Blogparade – Mein Fotorezept

So, die gute Julia startet also eine Blogparade zum Thema ‚Verrate Dein Fotorezept‘ und da möchte ich natürlich auch etwas beisteuern.
Doch bevor ich mein Rezept hier näher beschreibe kurz zu mir, mein Name ist Alexander Spanke und ich bin nun mitlerweile bereits 32 Jahre alt.
Die Fotografie war für mich schon immer faszinierend, das Festhalten einzigartiger Momente, so daß ich mir mit 16 etwa meine erste SLR gekauft habe, ein gebrauchtes Schätzchen von Cosina, zusammen mit einem 50er und einem 28-70mm Objektiv.
Mein Schwerpunkt, wenn man das so nennen kann, war damals die Landschaftsfotografie, speziell ein See ganz in meiner Nähe und der Park gleich vor meiner Haustür. Meine Bilder waren damals allesamt in s/w, da ich den Film selbst entwickelte und mir der Aufwand für die Farbentwicklung schlicht zu hoch war 😉
Heute, nur wenige Jahre später, habe ich die Fotografie erneut für mich entdeckt und versuche nun mein Glück mit einer Nikon D200. S/W gibt es nun nur noch vereinzelt und auch wenn ich mich immer noch für die Natur- und Landschaftsfotografie begeistern kann, so finde ich derzeit die Peoplefotografie wesentlich aufregender.

Aber nun genug zu mir, immerhin geht es ja um mein Fotorezept und nicht um mich. Abseits jeder Theorie in sämtlichen Blogs, Podcasts und der Fachliteratur wird häufig ein wichtiger Aspekt vergessen oder leider nur am Rande erwähnt, und zwar geht es darum nichts zu erzwingen.

Im Grunde doch wohl eher ein langweiliger Tipp, nicht wahr ? Aber es steckt so viel Wahrheit darin, denn ein ständiges Erzwingen von guten Fotos und permanentes ‚Geknipse‘ bringt im Endeffekt nur den Kamera – Herstellern etwas, wenn die Kamera verschlissen und ausgetauscht werden muss, OK ein wenig übertrieben – aber Ihr wisst was ich meine.
Gerade auch wenn ich wieder eine neue Errungenschaft ‚Mein‘ nennen kann, neige ich dazu sofort loszuziehen und gute Bilder machen zu wollen. Dabei ist es wie mit allem im Leben, unter Zwang gibt es höchstens Mittelmäßige Ergebnisse, wenn überhaupt, und nichts ist frustrierender als von einer solchen Fototour ohne brauchbare Fotos zurück zu kommen.
Natürlich soll das nicht heissen, dass alle guten Aufnahmen einem zugeflogen kommen wenn man an etwas völlig anderes denkt und dabei noch die Küche tapeziert; ich habe natürlich meine Kamera häufig dabei und probiere ebenso gerne und viel herum, aber wie so oft kommen die besten Fotos meist unerwartet, wenn man nicht ständig die Wörter ‚Will‘ und ‚Muss‘ im Kopf dabei hat.
Gut jetzt habt Ihr natürlich alle recht, im Falle eines Auftrags ist genau dies schonmal ein klein wenig schwieriger, aber genau dann ist es besonders wichtig einen klaren Kopf zu behalten und nichts zu erzwingen.

Wenn Ihr Euch also das nächste mal erwischt beim schönsten Hobby der Welt ein ‚Muss jetzt unbedingt‘ zu denken, dann macht die Kamera aus, holt Euch einen Latte Macchiato und verfallt in hemmungslose Tiefenentspannung.
Anschließend seht Ihr das ganze von einem völlig neuem Standpunkt und mit ein wenig Glück bekommt Ihr dann die besten Bilder aller Zeiten.