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Tag / Fotografie


14
Apr
Liebe Modelle auf ein Wort

 

Heute geht es mir mal um ein anderes Thema; abseits von Portrait & Hochzeitsfotografie, eignen Projekten im Studio oder Rezensionen neuer Bücher. Es geht heute um eine Unart, die ich in den letzten Monaten immer wieder selbst erleben durfte – es geht um Zuverlässigkeit und diese im richtigen Moment nicht zu bieten.

Dabei ist gutes Teamwork, gerade bei kreativen Arbeiten und dazu zähle ich die Fotografie gelegentlich, doch so enorm wichtig. Fotografen, Visagisten, Assistenten eigentlich jeder der an Fotoprojekten hinter der Kamera beteiligt ist, kennt das, da wird ein Fotoshooting geplant & vorbereitet, manchmal tage- gar wochenlang. Jeder wird informiert, kennt die Vorgaben, ist ein fester Bestandteil bereits in der Vorbereitungsphase und am Abend vor dem Shooting, gar wenige Stunden vor dem ersten Foto bricht plötzlich alles wie ein Kartenhaus zusammen, weil das Model die besprochenen Outfits nun doch nicht im Kleiderschrank hat, die Idee spontan nicht mehr gefällt, plötzlich kein Sprit mehr im Auto ist, der Hund die Nachbarshündin geschwängert hat, oder oder oder …

Es gibt unzählige, teils kreative, teils abgedroschene, Ausreden wieso gerade jetzt das Shooting nicht stattfinden kann.

Auch sehr gerne genommen sind plötzliche Diskussionen um Fahrtkosten oder Beteiligung am neuen Outfit. Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht sagen, das Fahrtkosten immer zu vernachlässigen sind, oder Outfits nur 50 Cent kosten, ganz im Gegenteil sowas kann durchaus sehr schnell sehr teuer werden, doch haben wir nicht alle unsere Kosten ? Ich habe noch kein Model kennengelernt, dass mir nach dem Shooting 20,- EUR in die Hand gedrückt hat und sich für die Heizung im Studio bedankt hat, dafür aber in letzter Zeit immer häufiger Modelle, die überaschend auf die Idee gekommen sind keine 24h vor dem Shooting Fahrtkosten zu fordern.

Was ich mir nur wünsche ist ein professionelles und vor allem offenes Miteinander, denn eins sollte doch jedem klar sein, nur mit einem funktionierendem Team kann auch etwas wirklich einzigartiges erschaffen werden.

Ohne Vertrauen und ein Miteinander funktioniert es einfach nicht !

Dabei spielt es auch keine Rolle ob es sich bei dem vereinbarten Shooting um TfP oder einen gemeinsamen Auftrag für eine Agentur oder anderen Auftraggeber handelt, jedes Foto spiegelt auf seine Art die Zusammenarbeit des Teams dar, es ist viel zu oft sichtbar, wenn ein Rad im Getriebe nicht funktioniert.

Aus diesem Grund möchte ich mich für die unzähligen Shootings mit einem wunderbaren Team und einzigartigen Teammitgliedern bedanken, denn erst durch die Erfahrungen der letzten Monate habe ich das Teamwork & Flexibilität zu schätzen gelernt und bin dafür umso dankbarer !





31
May
Mein Wasserkleid – Aqua di Janin

Es war wieder eines dieser kalten Märzwochenenden, die Ostsee peitschte an die Fenster und die Luft war rau, der ideale Tag zusammen mit einem frischen Kaffee, der zauberhaften Janin und Daniel Wocisnki das neue Projekt Wasserkleid anzugehen.
Wir waren also wieder an der Ostsee in Heiligenhafen, auf unserem Plan standen neben einem Wasserkleid, Aufnahmen am Strand und in den Dünen. Doch wie das so ist, kommt es immer anders als man denkt und so zwang das Wetter uns voll und ganz auf das Wasserkleid zu konzentrieren.
Die Küche meines Apartments war in wenigen Minuten zum onLocation Studio umgebaut und frisch gestärkt mit einem Kaffee konnten wir uns ans Licht machen. Das Lichtsetup war schnell besprochen, es sollte hell sein, mit einen strahlenden Look, umgesetzt natürlich mit Kompaktblitzen, ich hatte meine Metz 48 dabei, direkt neben dem Backofen :)
Hier nun unser Lichtsetup :
 


Lichtsetup Wasserkleid

Das Appartement war diesmal etwas kleiner als im Oktober, was uns aber nicht weiter störte, so mussten eben ein paar Möbel dem Fotografen weichen.
 
Das Shooting verlief sehr routiniert, Janin posierte sicher und selbstbewusst, so wussten alle Beteiligten was gewünscht war und so hatte jeder bereits sein eigenes Wasserkleid vor Augen als der Auslöser betätigt wurde.
Einige Wochen später, wieder zu Hause, ging das Projekt Wasserkleid weiter, Daniel & ich trafen uns im Studio um das Wasser zu fotografieren. Ausgerüstet mit einem großen Waschkorb, OHNE Löcher ;), einem Kehrblech und geschätzen 270 Liter Wasser versuchten wir in unzähligen Versuchen das Wasser in einer guten Form zu fotografieren. Stefan Uhlmann, der an diesem Nachmittag auf einen Kaffee ins Studio zu Besuch kam, unterstütze uns und machte bei dieser Gelegenheit auch gleich ein passendes MakingOf Bild. – Vielen Dank Stefan !
 
Der Lichtaufbau für das Wasser war gänzlich einfach, so ließen wir den schwarzen Hintergrund herab, positionierten einen Blitz mit einer 90x60cm Softbox schräg vorne um das Wasser aufzuhellen und ein Blitz mit Standardreflektor & Wabe brachte das fliegende Wasser vonhinten zum Glitzern. Dabei hielten wir genügend Abstand vom Hintergrund, so dass dieser schön schwarz blieb.
 
Der eigentliche Kraftakt war die darauf folgende Bildbearbeitung, sicher gab es genug an Vorbereitung zu diesem Thema, doch es ist immer etwas anderes selbst ein solches Wasserkleid zu bauen ;) Nach einigen Versuchen und gutem Feedback bei Facebook bin ich dann aber auch endlich fertig geworden, hier nun das fertige Ergebnis mit großem Dank an Janin, alle Beteiligten und besonders meine schwangere Frau für die ständige Fragerei, die sie in den letzten Wochen ertragen musste :)
 


Wasserkleid





23
May
Rezension – Fotografieren im Studio mit Scott Kelby

Scott Kelby hat ein neues Buch geschrieben, begleitend zu seinem Programm Light it, Shoot it, Retouch it ist nun auch endlich bei uns sein Buch Fotografieren im Studio mit Scot Kelby verfügbar und ich musste es einfach haben :)
 
Das Buch behandelt 12 Bilder vom Lichtsetup, über Inszenierung bis hin zur finalen Retusche und verspricht mit Scott Kelby’s lockerer Art ein viel gelesener Titel zu werden.
Das Buch beginnt mit den typischen wichtigen Punkten, die man als Leser wissen sollte um es besser verstehen & lesen zu können, dazu gibt es einen kleinen Überblick mit welcher Ausrüstung die folgenden Bilder gemacht wurden inkl. weitere Erklärungen und Anmerkungen.
Im darauf folgendem Kapitel schreibt Scott Kelby über 10 Dinge, die er gerne gewusst hätte als er mit Studioblitzen begonnen hat und öffnet hiermit einen kleinen Schatz. Er schreibt über persönliche Erfahrungen die jeder Fotograf, sei es Amateur oder Profi, für gewöhnlich macht, diese aber nur zu gerne bereits vorher hätte wissen wollen und sollen. So ging es auch mir als ich die Auflistung las und konnte mich des Öfteren ertappen, dass ich schmunzelnd nickte. Sei es der Hinweis, dass Stative auf Rollen die Arbeit im Studio deutlich erleichtern, oder andere wichtige Punkte, Scott Kelby gibt damit Erfahrung Preis, die sonst mit der Zeit teuer erkauft wird.
Der weitere Verlauf des Buches ist gut strukturiert und entspricht ganz und gar Scot Kelby’s Art die Dinge einfach und leicht verständlich darzustellen, kombiniert mit etwas Humor und fertig ist ein empfehlenswerter Titel für Fotografen, dabei spielt es keine Rolle ob blutiger Anfänger oder ambitionierter Hobby Fotograf, es werden einfache und praktische Lichtsetups gezeigt, die schnell umgesetzt werden können, gefolgt von der finalen Retusche bis zum fertigen Bild.
Scott Kelby gibt dem Leser ein Kochbuch an die Hand, um sich selbst etwas leckeres daraus zu kochen.
Die detailierte Retusche der einzelnen Bilder nach dem Shooting bildet sozusagen die Kür, der Leser hat bis hierhin gesehen worauf es bei der Lichtsetzung ankommt und bekommt nun die letzten Schritte zum finalen Bild erläutert, selbst vor einem Composing macht Scott Kelby nicht halt.
Abschließend sei noch ein wichtiger Punkt genannt, auch wenn es heisst Fotografieren im Studio mit Scott Kelby, so findet man am Ende des Buches alle Lichtsetups nochmal mit Kompaktblitzen, denn schließlich ist es dem Foto egal, ob ein 1000,- Euro Blitzkopf an einem Galgenstativ genutzt wurde, oder ob die Lichtquelle ein günstiger Kompaktblitz an einem Assistenten war.
 
Mein persönliches Fazit, ein gelungener Scott Kelby ! Das Buch liefert die Grundlagen für die Studioarbeit und bietet zwischen den Zeilen immer wieder viele neue Ideen & Inspiration zu den verschiedensten Themen.





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