photokina Bloggertour 2012, da bin ich dabei

Kaum fange ich wieder an zu bloggen, schon steht die photokina samt Bloggertour 2012 vor der Tür, wenn ich es nicht besser wüsste, könnte man fast denken da gibt es einen Zusammenhang 😉

Was liegt da natürlich näher als den unbeschreiblichen Weg von Gevelsberg nach Köln auf mich zu nehmen und etwa 30 Min später die heiligen Hallen der diesjährige photokina zu betreten. Natürlich bin ich neugierig was Nikon so präsentieren wird, mit etwas Glück schaffe ich es ja, einen intensiven Blick auf die D600 zu werfen, speziell auf die Bilder, welche laut aktuellen Gerüchten nun 16 Bittig sein sollen würde ich mir gerne näher anschauen.

Auch Sony ist für mich dieses Jahr einen Besuch Wert ;), so flirte ich bereits intensivst mit einer NEX-5 und hier bringt Sony das neue Model NEX-5R heraus, evtl. finde ich ja genau damit eine kompakte und leistungsstarke Kamera, die auch Full HD Videos aufzeichnen kann.

Aber eins ist dieses Jahr besonders, die schon genannte photokina Bloggertour, organisiert von Pearson Deutschland und DigitalPHOTO. Ich freue mich am Dienstag auf die geführte Bloggertour, die Möglichkeit auf den persönlichen Kontakt zu Firmen wie Video2brain oder Wacom. Doch was mich besonders freut, ist die Chance, endlich etliche meiner Bloggerkollegen persönlich kennen zu lernen und bei einem entspannten Cappuccino zu plaudern ! Übrigens könnt Ihr Euch als Blogger ebenfalls noch für die Bloggertour 2012 bewerben, wie das geht und was Ihr dafür anstellen müsst findet Ihr bei Addison Wesley im Blog, vielleicht bietet sich ja auch für uns die Möglichkeit auf einen Cappuccino 😉

Rezension – Der Fotografie – Kurs Portrait

Verzögert durch viel Arbeit und Termine konnte ich in den letzten Tagen endlich Der Fotografie – Kurs Portrait von Mark Jenkinson abschließen, einem Buch, dass mich relativ früh überrascht hat. Mark Jenkinson macht mit seinem eher sachlichen Schreibstil Der Fotografie – Kurs Portrait zu dem was es ist, einem Fachbuch mit enorm viel Wissen.
 
Doch für wen ist dieses Buch überhaupt ? Nach den rund 200 Seiten würde ich die Zielgruppe als ambitionierte Hobbyfotografen bezeichnen wollen, und zwar genau jene Hobbyfotografen die nicht nur Neues lernen, sondern auch gleichzeitig die Frage Warum beantwortet haben wollen.
 
Das Buch beginnt mit einem interessanten und umfassenden Überblick über die Portrait Fotografie an sich, gefolgt von einem ebenso umfangreichen und nicht weniger interessantem Abschnitt über Fotoausrüstung & Technik. Beide Kapitel bestechen dabei mit viel Hintergrundwissen.
Neben Grundlagen beschreibt Mark Jenkinson aber auch die etwas weicheren Themen, so heisst es in einem späteren Teil, der Fotograf müsse nicht nur ein echtes Multitalent sein, sondern sei bei seiner Arbeit nicht selten auch offener Kritik ausgesetzt, wie z.B. ‚Machen Sie das auch richtig ?‘ oder anderen skeptischen Fragen. Hier empfiehlt er, gerade bei kritischen Aufträgen keine größeren Experimente & Tests zu machen, schließlich kommt es auf Resultate und die Zufriedenheit des Kunden an.
Später geht es um das Thema Komposition & Kontext, hier macht der Autor klar, das ein gutes Bild zwingend eine gute Komposition benötigt um nicht banal oder inhaltslos zu wirken. Dazu passend geht es im Folgeteil um Objekte & Requisiten, wer von uns hat nicht schon unzählge male Requisiten verwendet und dachte sich am Ende „Was ein Mist! Als Idee so gut aber im Bild so unpassend“, hier findet der Leser guten Rat passende Requisiten zu finden.
 
Ein Punkt, der mir persönlich und auch in meinen Workshops immer sehr wichtig ist, die Modelführung, kein Buch zum Thema Portrait Fotografie ist ohne sie vollständig. So widmet sich Mark Jenkinson auch diesem Thema und bringt das wesentliche kurz und knackig auf den Punkt, schließlich ist abseits jedes Equipments dieser Teil der Portrait Fotografie einer der wichtigsten und entscheidet mehr als jeder Blitzkopf über ein tolles oder durchschnittliches Portrait.
Anschließend geht es um die Lichtführung, hier sind die Übungsaufgaben zu erwähnen, ein Lichtsetup oder die Verwendung eines Reflektors zu zeigen ist eine Sache, die Wirkung später bei den gestellten Übungen selbst zu erfahren eine ganz andere.
 
Der letzte Teil ist dem Weg in den Beruf gewidmet, hier verdeutlicht der Autor, dass eine Spezialisierung enorm wichtig ist, schließlich ist keiner von uns ein hervorragender Metzger, Friseur & KFZ Mechaniker zugleich. Darüber hinaus ist es für einen erfolgreichen Berufsweg als Fotograf wichtig einen eigenen Stil zu entwickeln, an seinen Bildern wiedererkennbar zu sein. Dabei bedeutet Stil nicht ausschließlich Technik, wie z.B. eine bestimmte Bildbearbeitung, sondern die eigene Sichtweise in seinen Fotos einzufangen.
 
Mit Interviews verschiedener Fotografen und wichtigen Worten zum Portfolio eines Fotografen schließt der Auto sein Buch ab, mein persönliches Fazit – Für jeden aufstrebenden Hobbyfotografen eine gute Investition und Basis seine Fähigkeiten mit Hilfe der gestellten Übungsaufgaben zu perfektionieren.



Rezension – Portrait Retusche Tricks von Scott Kelby

Tja, was soll ich Euch sagen, ich habe mich mal wieder fortgebildet und ein Buch gelesen. Diesmal ging nicht direkt um Fotografie, sondern Bildbearbeitung und wer wenn nicht Scott Kelby ist da immer eine gute Wahl ?
 
Der aktuelle Titel Scott Kelbys Portrait – Retusche – Tricks, erschienen im Addison Wesley Verlag ist ein typischer Scott Kelby, mit lockeren Schreibstil und an jeder Ecke mit einer Portion Humor verfeinert schafft es der Autor auch ein Fachbuch alles andere als trocken zu gestalten.
 
Doch nun genug Schwärmerei vorab, Scott Kelby beginnt sein Buch mit der Einleitung Sieben Dinge, die Sie liebend gern vorher gewusst hätten und verdeutlicht in dieser mit klaren und klärenden Worten für wen dieses Buch gedacht ist – für Fotografen !
Er betont gleich vorweg, dass seine Methoden ein Portrait zu retuschieren darauf ausgelegt sind möglichst schnell, effizient und einfach ein natürliches Ergebniss zu erreichen, und nicht das perfekte Bild, wie es für professionelle Bildbearbeiter das Ziel ist.
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Bevor es aber losgeht, Falten und Flecke bei Erhaltung der natürlichen Strukuur zu retuschieren, gibt es noch zwei interessante Punkte, zum Einen referiert Scott Kelby über die Frage Wieso überhaupt Retusche ? und und zum Anderen zeigt er Schnelle Tips, die die Arbeit mit Photoshop erleichtern.
Übrigens, mit dem letzten Punkt seiner Tips schneidet Scott Kelby einen Punkt an, den ich persönlich immer sehr wichtig finde. Es geht um die Frage Wie lange sollten Sie ein Bild retuschieren ? und gibt als Fazit die Antwort :

Sie müssen realtistische Entscheidungen treffen, wie viel Zeit Sie mit der Retusche zubringen.

Genau das ist es worum es auch in der Fotografie und mindest ebenso der Bildbearbeitung geht, eine eigene realistische Entscheidung zu treffen und nicht immer stur nach Prinzip F zu verfahren.
 
Zum Aufbau, das Buch ist in 6 Kapitel rund um die Retusche von Portraits aufgeteilt, gefolgt von Kapitel 7, wo Scott Kelby 3 vollständige Retuschen von Anfang bis Ende zeigt.
Das erste Kapitel dreht sich um den Blickfang eines jeden Portraits, die Augen. Es werden unzählige Methoden gezeigt und auch wenn ich die Eine oder Andere Methode bereits kannte ist es erstaunlich wie viel man alleine an den Augen machen kann.
Das nächste Kapitel handelt von der Hautretusche und den Wegen eine natürliche Haut mit Strukuktur zu erhalten. Im folgendem Kapitel 3 dreht sich alles um die Gesichtsform und dessen Korrektur äh Optimierung. Dieser Schritt der Retusche ist seit kurzem fester Bestandteil meiner Retuschen und es zeigt sich immer wieder, welche Verbesserung noch so kleine Änderungen bewirken können.
Kapitel 4 & 5 führen den Leser zu Haare, Lippen & Mund und zeigen vielfältige Arten wilde Haare zu korrigieren, oder noch sinnlichere Lippen zu erhalten. Im letzen Kapitel schreibt Scott Kelby über das Abspecken und zeigt wie schnell ein Dopelkinn verschwindet oder man auch bei Gruppenfotos einzelne Personen zum Vorteil verschlankt.
 
Das wirklich letzte Kapitel sind die eingangst genannten vollständigen Retuschen, hier sieht man nochmal komprimiert, welche Methode wo eingesetzt wurde und hilft anschaulich eigene Entscheidungen bei seinen eigenen Bildern zu treffen.
 
Mein Fazit ? Absolut empfehlenswert ! Nein, nicht weil ich ein Fan von Scott Kelby bin, sondern weil dieses Buch schnell und anschaulich zeigt, was möglich ist und wie es funktioniert. Dabei ist es keine schwere Kost und dient auch nach dem Durcharbeiten als ideales Nachschlagewerk, wenn es um eine bestimmte Retusche geht, die man nicht jeden Tag macht.