Mein Belichtungsmesser der Sekonic L-358 Flash Master

Lange habe ich mir geweigert, doch mit dem Alter und der Erfahrung wird man nicht nur schlauer, sondern entwickelt auch andere Erwartungen an ein Shooting und dessen Ablauf.
Da ich nun nicht mehr unbedingt schlauer werde, das habe ich oft genug versucht, habe ich daher an meinen Erwartungen gegenüber einem Shooting gearbeitet, und nun ist er da, mein eigener Belichtungsmesser – der Sekonic L-358 Flash Master.
 
Wieso ? Weil es einfacher, schneller und vor allem reproduzierbar ist.
Diese 3 Punkte waren für mich zu Anfang nicht sehr wichtig, sicher habe ich es gerne einfach und auch habe ich nicht für jeden Pups 3 Stunden Zeit aber so ein Shooting war für mich immer wieder ein Abenteuer und damit lag bei mir auch der Punkt Reproduzierbarkeit keineswegs im Fokus.
Doch mit den Shootings merkte ich zunehmend, dass, wenn auch lustige, aber langwierige Lichtspielereien bei einem Shooting nicht immer erwünscht sind, besonders wenn Model und Fotograf das erste mal zusammen arbeiten.
Hier sollte der Fotograf möglichst souverän auftreten können und nicht bei zahllosen Testaufnahmen gar hilflos wirken.
Natürlich ist ein Belichtungsmesser jetzt nicht der Garant für souveränes Auftreten, da gehört nun wirklich mehr dazu, aber er hilft.
 
Soviel zur Theorie und meiner Erwartung, gestern dann der erste Praxistest mit meinem Belichtungsmesser, eins vorab es ist ein deutlicher Unterschied zu merken !
 
Die Aufbauphase ging deutlich schneller, Lichtsetup aufgebaut mittels nur wenigen Blitzauslösungen genau und zügig eingemessen, am Ende noch eine Testaufnahme die bestätigte, was der Belichtungsmesser sagte ‚Alles Roger !‘.
Gut, nun war das Licht fertig, was nun ? Entspannung ! Ich konnte mich beruhigt bei einem Kaffee mit Model und Visa unterhalten, wir stimmten uns für das kommende Shooting ab, entschieden das erste Outfit und ich schaute nochmal in meine Roadmap für das Shooting, suchte die passenden Posen aus, sprach mit meinem Fotopartner über das nächste Lichtsetup und alles in allem war die Situation deutlich entspannter.
 
Ein weiterer Punkt brachte mich zu einem eigenen Belichtunbgsmesser, die eingangs genannte Reproduzierung, immer wieder kam in jüngster Vergangenheit die Situation, dass ich mich auf ein kommendes Shooting vorbereitete und überlegte – Wie war nochmal das Lichtsetup vom Shooting XY, oder wie erreiche ich nochmal den Effekt von DVD XY ?
 
Nun, ursprünglich als einzigartiges Abenteuer gesehen, kam ich nie an den Punkt ein Lichtsetup kontrolliert zu wiederholen, da war immer alles anders und dazu noch aufregend, heute fange ich langsam an mir bevorzugte Lichtsetups zu merken. Doch wie zum Teufel soll ich den Look wiederholen ?
Das geht natürlich nur mit Dokumentation und einem Belichtungsmesser 🙂
 
Aus diesen Gründen habe ich mich für einen Belichtungsmesser entschieden und meinem persönliches Fazit nach eine sehr empfehlenswerte Investition !

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8 comments

  • Jochen Kubik Februar 2, 2011  

    Man nennt dies „professionell“ 😉

    Grüße aus Ludwigsburg
    Jochen Kubik

  • Marc vm Februar 2, 2011  

    Ich habe den auch, kann ich nur empfehlen. Erstens wegen deinen oben genannten Punkten und zweitens weil er ein tolles Preis- / Leistungsverhältniss bietet.

  • Olli Februar 2, 2011  

    Vielen Dank für diesen nützlichen und sehr Interessanten Artikel. Nach meinem letzten Shooting am vergangenen Wochenende bin ich auch stark an einem Belichtungsmesser interessiert. Vereinfacht einfach vieles.

    Hatte mich sogleich nach diesem Belichtungsmesser umgesehen und stieß auf den kleineren Bruder, den L-308 (100 Euro günstiger).

    Habt ihr dazu Erfahrungswerte?

  • Alexander Spanke Februar 2, 2011  

    Das Model kenne ich jetzt nicht, aber Sekonic ist mir als hochwertiger Hersteller empfohlen worden, daher würde ich erwarten, dass auch der kleine Bruder sehr gute Dienste leistet.

  • Oliver Februar 2, 2011  

    Also ich habe bisher 1x mit einem Belichtungsmesser im Studio gearbeitet und danach nie mehr wieder. Warum? Braucht man nicht…meiner Meinung nach. Sieht zwar superwichtig aus und macht vielleicht Eindruck, abert sonst?!?

    Jede digitale Spiegelreflexkamera hat die Möglichkeit ein Histogramm anzeigen zu lassen. Und wenn man das „richtig“ lesen kann, dann ist so ein BeLi-Messer nicht von nöten.

    Und auch wenn man schon ein paar Shootings im Studio hinter sich hat, sollte man mit der Zeit ein Gespür für das Lichtsetup und die Einstellungen bekommen.

    Die andere Seite ist, wenn man einen hat, sollte man ihn auch richtig einsetzen können. Sonst sieht das noch dämlicher aus, als wenn man 2/3 Testbilder macht 😉

    Just my opionion

  • Winfried Schürings Juli 20, 2011  

    Das gleiche Gerät nutze ich auch beim Aufbau des Set. Natürlich gibt es einige Spezialisten, die können die richtigen Werte im Display der Kamera beurteilen oder nutzen das Histogramm. Dennoch ist eine exakte Messung an verschiedenen Punkten des Objektes aufschlussreicher. Gerade der enge Messbereich mit dem 1° Spotvorsatz ist für die LowKey Fotografie sehr nützlich. Also, ich nutze meinen Belichtungsmesser nicht immer – aber immer öfter.

  • Testprinz Dezember 24, 2011  

    …so ein blöder Kommentar von „Oliver“. Der Belichtungsmesser kann keine Messung am Objekt vornehmen, was den Einsatz des Handbelichtungsmesser rechtfertigt. Aber der Rezensent scheint überhaupt keine Ahnung zu haben, so was dämliches…

  • Norman November 14, 2012  

    @Oliver:

    mittels Histrogramm lässt sich erkennen, ob du Details im Bild verlierst (clipping), wie viel weiß/schwarz/rgb Anteile du im Bild hast.

    Das hilft sicher, wenn man keinen Belichtungsmesser hat, aber ersetzt diesen nicht um die Belichtung „Am Objekt“ zu messen und richtig gute Photos zu produzieren.

    Es hat sicher seinen Grud, warum jeder Assistent bei größeren Sets einen um den Hals trägt.

    Gruß

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