Meine fotografische Entwicklung

Heute gibt es einen etwas anderen Beitrag – und zwar geht es heute um meine persönliche Entwicklung als Fotograf und wie ich diese empfinde und vor allem bemerke.
 
Dieser Beitrag hat eine Vorgeschichte, und zwar waren wir vor ein paar Wochen mit Freunden am Schloß Nordkirchen, da ich bisher nie mit Kamera dort war, nutze ich die Gelegenheit meinen neuen SB-900 zu testen, da es bereits deutlich Herbst geworden war, nahm ich mir als Thema den Herbst, welchen ich auf ein paar Portraits verdeutlichen wollte.
Am Abend kopierte ich dann die entstandenen Bilder auf meinen Rechner und beim ablegen auf meinem Server viel mir ein älteres Verzeichnis ‚2009-02-Herbstshooting_Mel‘ auf.
Damals, noch mit meiner Nikon D50 bewaffnet, hatte ich ebenfalls gerade einen neuen Blitz bekommen und nutze eine Regenpause um herbstliche Portraits zu machen.
 
Hier die Version von 2009 :

Ein kurzer Blick in die alten Bilder zeigte mir eins sehr deutlich – ich habe mich weiterentwickelt, und zwar bin ich nicht nur älter, weiser und schwerer geworden, sondern ich mache heute ganz andere Fotos bei gleicher Zielsetzung und fast identischer Ausstattung.
Auch damals, vor nun 1 1/2 Jahren hatte ich nur einen Blitz als Lichtquelle, eine Portrait taugliche Brennweite und es ging hinaus in die Natur zumThema Herbst. Doch was ich damals aus diesem Thema gemacht habe, erschreckt mich heute zutiefst und eigentlich wollte ich die Bilder hier erst gar nicht zeigen, aber ich finde sie verdeutlichen meine Entwicklung, und darauf kommt es mir in diesem Blogbeitrag auch an.
 
Technisch gibt es eigentlich nur einen nenneswerten Unterschied zwischen 2009 und 2010, damals habe ich den Blitz oben auf die Kamera gesteckt und ohne Lichtformer direkt auf das Model geblitzt, heute dagegen habe ich den Blitz entfesselt ausgelöst und von der rechten Seite durch einen Schirm auf das Model gerichtet.
 
Was aber macht den großen Unterschied zwischen 2009 und 2010 aus ? Nun, ich persönlich finde, dass die Bildkomposition der eigentliche Unterschied ist.
Vor 1 1/2 Jahren bin ich ohne Bild im Kopf losgegangen und es ging mir nur um den neuen Blitz, ich war selbst neugierig was herauskommen wird. Dieses Jahr habe ich mich thematisch vorbereitet, ich habe mit dem Model vorweg das Outfit besprochen, mir ein thematisch passendes Bild im Kopf erarbeitet und habe mit einem Bild im Kopf fotografiert.
Es ging mir um mehr als nur den neuen Blitz auszulösen, ich wollte ein Bild, welches thematisch zum Herbst passt, und zwar nicht nur indem ich halb – nackte Bäume zeige, es ging mir trotz der trostlosen Jahreszeit um Dynamik, wollte im Bild räumliche Tiefe erzeugen.
 
All diese Ideen führten dann zu folgenden Bildern,



 

Mein Fazit – da geht noch was :), denn auch wenn ich einen deutlichen Unterschied in meinen Bildern sehe, ist noch deutlich Platz nach oben und diese Richtung werde ich versuchen zu gehen.

Abschließend sei denen noch gedankt, die mir mit konstruktiver Kritik und Unterstützung den Weg gezeigt haben und ich hoffe auch weiterhin auf Eure Unterstützung setzen zu können und wenn ich kann, gebe ich gerne zurück, was auch mir zu Gute gekommen ist.

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2 comments

  • Jan November 24, 2010  

    ja so eine Entwicklung kenne ich.
    Technisch kein allzu grosser Unterschied, aber die Bilder werden mit der Erfahrung einfach besser.

    Weiterhin viel Erfolg

    Bis dann . . . Jan

  • Bjoern November 30, 2010  

    Ist immer wieder spannend zu sehen wie die eigene fotografische Entwicklung doch voranschreitet.
    Anfangs ist man technisch noch nicht ganz sattelfest, mit zunehmender Zeit wird die Bedienung der Kamera aber immer mehr zur sicher geführten Routine, dies hat den Vorteil dass man sich auf die wichtigen Aspekte konzentriert, dem eigentlichen Bild.
    In Deinem Beispiel sehr schön zu sehen wie sich die Bildkomposition in die richtige Richtung entwickelt hat.

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